Optionsschein | Put | RWE | 26,00 | 11.12.20

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  • WKN: MC3BCF
  • ISIN: DE000MC3BCF8
  • Optionsschein

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Wertentwicklung

Produktbeschreibung

Mit dem Optionsschein Put auf RWE hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Bei Endfälligkeit erhält der Anleger einen Auszahlungsbetrag, der dem Produkt aus (i) Basispreis abzüglich Endgültigem Aktien-Kurs und (ii) dem Bezugsverhältnis entspricht, umgerechnet in die Währung, in der Zahlungen unter den Wertpapieren geleistet werden (falls einschlägig).

Sollte der Endgültige Aktien-Kurs größer sein als der Basispreis oder diesem entsprechen, erhält der Anleger lediglich den Mindestbetrag und erleidet einen Totalverlust.

Der Basispreis wird anfänglich bestimmt und ist konstant.

Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der zugrunde liegenden Aktie am Ausübungstag.

Bei Optionsscheinen sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Optionsscheine gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Optionsschein Put auf RWE hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Bei Endfälligkeit erhält der Anleger einen Auszahlungsbetrag, der dem Produkt aus (i) Basispreis abzüglich Endgültigem Aktien-Kurs und (ii) dem Bezugsverhältnis entspricht, umgerechnet in die Währung, in der Zahlungen unter den Wertpapieren geleistet werden (falls einschlägig).

Sollte der Endgültige Aktien-Kurs größer sein als der Basispreis oder diesem entsprechen, erhält der Anleger lediglich den Mindestbetrag und erleidet einen Totalverlust.

Der Basispreis wird anfänglich bestimmt und ist konstant.

Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der zugrunde liegenden Aktie am Ausübungstag.

Bei Optionsscheinen sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Optionsscheine gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

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Nachrichten und Analysen

08.08.2020 Quelle: dpa
Klimaaktivisten besetzen Kraftwerke in Berlin und Mannheim
BERLIN/MANNHEIM (dpa-AFX) - Klimaaktivisten haben am frühen Samstagmorgen in Berlin und Mannheim zwei Kraftwerke besetzt, um für einen schnelleren Kohleausstieg zu demonstrieren. In Berlin-Moabit befanden sich mehrere Menschen auf den Türmen des Kraftwerks, wie ein dpa-Reporter am Samstagmorgen berichtete. Sie hatten ein Transparent mit der Aufschrift "Wer uns räumt, ist für Kohle!" entrollt. Rund 20 Personen seien auf das Gelände eingedrungen, sagte ein Polizeisprecher. Mit ihrer Aktion fordern die Aktivisten unter anderem "ein Ende des fossilen Kapitalismus", wie die Aktionsgruppe "Direkte Aktion Berlin" mitteilte. Im 1900 erbauten Heizkraftwerk Moabit wird Steinkohle und seit 2013 auch Biomasse verfeuert. Betreiber des Kraftwerks am Friedrich-Krause-Ufer ist der schwedische Energiekonzern Vattenfall. In Mannheim verschafften sich fünf bis sechs Menschen Zugang zum Gelände des Steinkohlekraftwerks. Laut Polizei stiegen die Aktivisten auf das Dach einer Kohleförderanlage. Das Förderband des Kraftwerksblocks sei gestoppt worden. Aktivisten hatten den Betrieb des Meilers immer wieder kritisiert und das Großkraftwerk als "Klimakiller" bezeichnet. Vor einem Jahr waren etwa 100 Menschen in das Areal des Kraftwerks eingedrungen. Damals blockierten sie die Zufahrt und ein Förderband. Betreiber des Kraftwerks in Mannheim sind die drei Energiekonzerne RWE (Essen), EnBW (Karlsruhe) und MVV (Mannheim). 2015 ging der 1,2 Milliarden teure Block 9 ans Netz. Er hat eine Leistung von knapp 2150 Megawatt./len/DP/stk
07.08.2020 Quelle: dpa
WDH/RWE IM FOKUS: Was lange währt, wird endlich grün
(ein Redigierrest wurde entfernt) ESSEN (dpa-AFX Broker) - Seit Juli ist das Tauschgeschäft mit Eon endgültig abgeschlossen. RWE plant eine Zukunft mit Ökostrom, der Konzern will sauberer werden. Die Corona-Krise steckt das Dax-Unternehmen gut weg, Analysten sind optimistisch. Was bei RWE los ist, was Analysten sagen und was die Aktie macht. DAS IST BEI RWE LOS: Vor mehr als zwei Jahren hatten die Energieriesen und damals noch Konkurrenten RWE und Eon einen Plan vorgestellt, der den Energiemarkt neu ordnen sollte. Seit Anfang Juli ist das Tauschgeschäft komplett. RWE konzentriert sich nun auf Erneuerbare Energien und will als Stromerzeuger sauberer werden. Die Verstromung von Kohle, Gas sowie die der Kernkraft verlieren schrittweise an Bedeutung. Bis dato ist der Anteil der Erneuerbaren Energien aber noch gering - die Essener kamen eigenen Angaben zufolge zuletzt auf rund zwölf Prozent. Bis 2022 will RWE nun aber weltweit fünf Milliarden Euro in Windkraftanlagen oder Solarparks stecken. Obwohl der Deal mit Eon abgeschlossen ist, gibt es mehrere regionale Stromversorger in Deutschland, die das Geschäft doch noch verhindern wollen. Die Mainova aus Frankfurt hatte angekündigt, gemeinsam mit zehn weiteren Versorgern beim Gericht der Europäischen Union (EuG) eine Nichtigkeitsklage gegen die Freigabe durch die EU-Kommission einzureichen. Sie sehen erhebliche Nachteile für die Wettbewerber und damit auch für die Verbraucher. Durch den Deal mit Eon ist RWE zu einem der weltweit größten Erzeuger von grünem Strom geworden. Im Zuge des Kohleausstiegs wird RWE zudem seine Braunkohlekraftwerke schrittweise abschalten. Vom Bund soll der Konzern dafür 2,6 Milliarden Euro erhalten. Die Braunkohlekraftwerke sollen bis zum Jahr 2038 stillgelegt werden. Das Jahr 2020 ist bislang für RWE solide verlaufen, der Konzern verbuchte im ersten Quartal trotz des Coronavirus-Ausbruchs einen Gewinnzuwachs. Dabei profitierte er unter anderem von starken Geschäften mit Windstrom und dem Energiehandel. Die Pandemie hatte nur einen begrenzten Einfluss auf die Geschäfte. Anders als viele andere Unternehmen konnte RWE so seine Prognose für das laufende Jahr bestätigen. Die Essener peilen für 2020 ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebitda) von 2,7 bis 3,0 Milliarden Euro an. Noch nicht entschieden ist, wie es mit dem Thema Datteln 4 weitergeht. Weil es nicht mehr zum Geschäftsmodell der neuen RWE passe, will der Konzern keinen Strom aus Unipers neuem Steinkohlekraftwerk beziehen. RWE sei nach wie vor der Auffassung, die vor Jahren geschlossenen Verträge mit dem Datteln-Betreiber wirksam gekündigt zu haben. Deshalb bestehe "auch künftig keine Verpflichtung zur Abnahme", hatte Vorstandschef Rolf Martin Schmitz bei der Online-Hauptversammlung des Konzerns gesagt. DAS SAGEN DIE ANALYSTEN: Von den seit März im dpa-AFX-Analyser gelisteten Experten spricht mit elf Stimmen die überwiegende Mehrheit eine Kaufempfehlung aus. Nur viermal heißt es "halten", ein Analyst würde die Aktie derzeit verkaufen. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt bei etwa 30 Euro. Besonders optimistisch ist Analyst Alberto Gandolfi von Goldman Sachs mit einem Kursziel von 38,50 Euro. Er rechnet mit einem "soliden zweiten Quartal" und verweist unter anderem auf die fortgesetzte Unterstützung durch Kapazitätsauslastungen im Windgeschäft sowie eine erhöhte Stromproduktion durch Wasserkraft. Auch die Dividende aus der Eon-Beteiligung sollte stützen. Der Kaufpreis für die von Nordex übernommenen Projekte sei aus Sicht von RWE attraktiv, schreibt Analyst Peter Crampton von der britischen Investmentbank Barclays. Damit baue der Stromproduzent das Portfolio an Energie aus erneuerbaren Quellen weiter aus. Die DZ Bank hält die Ziele des Konzerns weiterhin für konservativ. Die Unsicherheit über den Kohleausstieg habe sich durch die nun in Gesetzestext gegossenen Entschädigungsregelungen nochmals etwas verringert, schrieb Analyst Werner Eisenmann. Die Dividende liege zwar unter dem Sektorniveau, sei dafür aber vergleichsweise sicher. Die Pipeline von RWE für Erneuerbaren Energien sei mit internationalen Projekten prall gefüllt, schrieb Eisenmann. Die müssten erst einmal abgearbeitet werden. Mittelfristig verspreche er sich von den auf die "Energiewende" fokussierten Konjunktur- und Wiederaufbauprogrammen der europäischen Nationalstaaten und auf EU-Ebene Rückenwind. Mit seiner Expertise sei RWE auch ein gefragter Partner für alle Arten von Investoren in diesem Bereich. Zudem öffne sich im Wasserstoffbereich mittelfristig ein neues Wachstumsfenster (Produktion, Speicherung, Handel) für den Konzern. DAS MACHT DIE AKTIE: Die Papiere des Energieversorgers hatten sich zuletzt fast vollständig von ihren Verlusten durch den Corona-Schock erholt. Zwischen Mitte Februar und Mitte März war der Kurs von knapp 35 Euro auf rund 20 Euro abgestürzt. Mit einer Erholung auf zuletzt 33 Euro ist diese Delle jedoch bereits wieder ausgebügelt. Seit Jahresbeginn steht sogar ein Zuwachs von über einem Fünftel. Von ihrem Rekordhoch im Jahr 2008 bei über 102 Euro sind die Anteilsscheine zwar noch weit entfernt, doch bewegt sich die Bewertung immerhin wieder auf dem Niveau von vor 6 Jahren. Dazwischen hatten die RWE-Anleger ein tiefes Tal der Tränen zu durchwandern: Tiefpunkt war dann das auch absolute Rekordtief im Jahr 2015 bei nur etwas mehr als 9 Euro. Mit einer Marktkapitalisierung von über 20 Milliarden Euro steht RWE zur Zeit jedoch immer noch schlechter im Fleisch als Branchenkollege Eon mit fast 26 Milliarden Euro./knd/ssc/men/fba ----------------------- dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX -----------------------
07.08.2020 Quelle: dpa
RWE IM FOKUS: Was lange währt, wird endlich grün
für heute geplant!!!!!! BITTE REKORDHOCH und -TIEF nochmal in Bloomberg checken ESSEN (dpa-AFX) - Seit Juli ist das Tauschgeschäft mit Eon endgültig abgeschlossen. RWE plant eine Zukunft mit Ökostrom, der Konzern will sauberer werden. Die Corona-Krise steckt das Dax-Unternehmen gut weg, Analysten sind optimistisch. Was bei RWE los ist, was Analysten sagen und was die Aktie macht. DAS IST BEI RWE LOS: Vor mehr als zwei Jahren hatten die Energieriesen und damals noch Konkurrenten RWE und Eon einen Plan vorgestellt, der den Energiemarkt neu ordnen sollte. Seit Anfang Juli ist das Tauschgeschäft komplett. RWE konzentriert sich nun auf Erneuerbare Energien und will als Stromerzeuger sauberer werden. Die Verstromung von Kohle, Gas sowie die der Kernkraft verlieren schrittweise an Bedeutung. Bis dato ist der Anteil der Erneuerbaren Energien aber noch gering - die Essener kamen eigenen Angaben zufolge zuletzt auf rund zwölf Prozent. Bis 2022 will RWE nun aber weltweit fünf Milliarden Euro in Windkraftanlagen oder Solarparks stecken. Obwohl der Deal mit Eon abgeschlossen ist, gibt es mehrere regionale Stromversorger in Deutschland, die das Geschäft doch noch verhindern wollen. Die Mainova aus Frankfurt hatte angekündigt, gemeinsam mit zehn weiteren Versorgern beim Gericht der Europäischen Union (EuG) eine Nichtigkeitsklage gegen die Freigabe durch die EU-Kommission einzureichen. Sie sehen erhebliche Nachteile für die Wettbewerber und damit auch für die Verbraucher. Durch den Deal mit Eon ist RWE zu einem der weltweit größten Erzeuger von grünem Strom geworden. Im Zuge des Kohleausstiegs wird RWE zudem seine Braunkohlekraftwerke schrittweise abschalten. Vom Bund soll der Konzern dafür 2,6 Milliarden Euro erhalten. Die Braunkohlekraftwerke sollen bis zum Jahr 2038 stillgelegt werden. Das Jahr 2020 ist bislang für RWE solide verlaufen, der Konzern verbuchte im ersten Quartal trotz des Coronavirus-Ausbruchs einen Gewinnzuwachs. Dabei profitierte er unter anderem von starken Geschäften mit Windstrom und dem Energiehandel. Die Pandemie hatte nur einen begrenzten Einfluss auf die Geschäfte. Anders als viele andere Unternehmen konnte RWE so seine Prognose für das laufende Jahr bestätigen. Die Essener peilen für 2020 ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebitda) von 2,7 bis 3,0 Milliarden Euro an. Noch nicht entschieden ist, wie es mit dem Thema Datteln 4 weitergeht. Weil es nicht mehr zum Geschäftsmodell der neuen RWE passe, will der Konzern keinen Strom aus Unipers neuem Steinkohlekraftwerk beziehen. RWE sei nach wie vor der Auffassung, die vor Jahren geschlossenen Verträge mit dem Datteln-Betreiber wirksam gekündigt zu haben. Deshalb bestehe "auch künftig keine Verpflichtung zur Abnahme", hatte Vorstandschef Rolf Martin Schmitz bei der Online-Hauptversammlung des Konzerns gesagt. DAS SAGEN DIE ANALYSTEN: Von den seit März im dpa-AFX-Analyser gelisteten Experten spricht mit elf Stimmen die überwiegende Mehrheit eine Kaufempfehlung aus. Nur viermal heißt es "halten", ein Analyst würde die Aktie derzeit verkaufen. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt bei etwa 30 Euro. Besonders optimistisch ist Analyst Alberto Gandolfi von Goldman Sachs mit einem Kursziel von 38,50 Euro. Er rechnet mit einem "soliden zweiten Quartal" und verweist unter anderem auf die fortgesetzte Unterstützung durch Kapazitätsauslastungen im Windgeschäft sowie eine erhöhte Stromproduktion durch Wasserkraft. Auch die Dividende aus der Eon-Beteiligung sollte stützen. Der Kaufpreis für die von Nordex übernommenen Projekte sei aus Sicht von RWE attraktiv, schreibt Analyst Peter Crampton von der britischen Investmentbank Barclays. Damit baue der Stromproduzent das Portfolio an Energie aus erneuerbaren Quellen weiter aus. Die DZ Bank hält die Ziele des Konzerns weiterhin für konservativ. Die Unsicherheit über den Kohleausstieg habe sich durch die nun in Gesetzestext gegossenen Entschädigungsregelungen nochmals etwas verringert, schrieb Analyst Werner Eisenmann. Die Dividende liege zwar unter dem Sektorniveau, sei dafür aber vergleichsweise sicher. Die Pipeline von RWE für Erneuerbaren Energien sei mit internationalen Projekten prall gefüllt, schrieb Eisenmann. Die müssten erst einmal abgearbeitet werden. Mittelfristig verspreche er sich von den auf die "Energiewende" fokussierten Konjunktur- und Wiederaufbauprogrammen der europäischen Nationalstaaten und auf EU-Ebene Rückenwind. Mit seiner Expertise sei RWE auch ein gefragter Partner für alle Arten von Investoren in diesem Bereich. Zudem öffne sich im Wasserstoffbereich mittelfristig ein neues Wachstumsfenster (Produktion, Speicherung, Handel) für den Konzern. DAS MACHT DIE AKTIE: Die Papiere des Energieversorgers hatten sich zuletzt fast vollständig von ihren Verlusten durch den Corona-Schock erholt. Zwischen Mitte Februar und Mitte März war der Kurs von knapp 35 Euro auf rund 20 Euro abgestürzt. Mit einer Erholung auf zuletzt 33 Euro ist diese Delle jedoch bereits wieder ausgebügelt. Seit Jahresbeginn steht sogar ein Zuwachs von über einem Fünftel. Von ihrem Rekordhoch im Jahr 2008 bei über 102 Euro sind die Anteilsscheine zwar noch weit entfernt, doch bewegt sich die Bewertung immerhin wieder auf dem Niveau von vor 6 Jahren. Dazwischen hatten die RWE-Anleger ein tiefes Tal der Tränen zu durchwandern: Tiefpunkt war dann das auch absolute Rekordtief im Jahr 2015 bei nur etwas mehr als 9 Euro. Mit einer Marktkapitalisierung von über 20 Milliarden Euro steht RWE zur Zeit jedoch immer noch schlechter im Fleisch als Branchenkollege Eon mit fast 26 Milliarden Euro./knd/ssc/men/fba
04.08.2020 Quelle: dpa
Deutscher Energieverbrauch kräftig gesunken - Kohle auf dem Rückzug
BERLIN (dpa-AFX) - Der Corona-Einbruch der Wirtschaft hat auch zu einer deutlichen Verschiebung im deutschen Energiemix geführt. Im ersten Halbjahr 2020 war der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Energieverbrauch erstmals höher als der von Stein- und Braunkohle, wie die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen auf der Basis vorläufiger Zahlen errechnet hat. Der Verbrauch an Braunkohle sei um mehr als ein Drittel gesunken, der von Steinkohle um ein knappes Viertel, teilten die Energiestatistiker am Dienstag mit. Der gesamte Energieverbrauch sei im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 um 8,8 Prozent niedriger gewesen. Für das gesamte Jahr erwarten die Statistiker, abhängig von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung, ein Minus zwischen 7 und 12 Prozent. Mineralöl war auch im ersten Halbjahr der wichtigste Energieträger in Deutschland. Auf das Öl entfielen 33,9 Prozent des Gesamtverbrauchs. Erdgas deckte 27,7 Prozent, die Erneuerbaren 17,5 Prozent. Die Steinkohle trug zu 7,4 Prozent des Verbrauchs bei, die Braunkohle zu 6,5 Prozent. Auf die Kernenergie entfielen 5,8 Prozent. Der Rest entfiel vor allem auf Stromimporte aus dem Ausland. Weil Kraftwerke und Stahlhütten weniger Kohle verfeuerten ist den Angaben zufolge der energiebedingte Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid um 13 Prozent gesunken. Für das Gesamtjahr erwarten die Experten einen Rückgang zwischen 10 und 17 Prozent./hff/DP/jha