Faktor-Zertifikat | 7,00 | Long | Gilead

Print
  • WKN: MC2S1E
  • ISIN: DE000MC2S1E3
  • Faktor-Zertifikat

VERKAUFEN (GELD)

0,480 EUR

30.000 Stk.

06.08.2020 15:46:54

KAUFEN (BRIEF)

0,490 EUR

30.000 Stk.

06.08.2020 15:46:54

TÄGLICHE ÄNDERUNG (GELD)

+4,35 %

0,020 EUR 06.08.2020 15:46:54

Basiswert

69,53 USD

+0,71 % 06.08.2020 15:47:38

Wertentwicklung

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf Gilead hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf Gilead hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
11.06.2020 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 66,51 USD
  • 69,18 USD
  • 0,15
  • 65,66 USD
  • 68,29 USD
  • 0,14
12.03.2020 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 62,01 USD
  • 64,50 USD
  • 0,45
  • 62,77 USD
  • 65,28 USD
  • 0,51
12.12.2019 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 57,50 USD
  • 59,81 USD
  • 0,69
  • 57,73 USD
  • 60,04 USD
  • 0,74

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

29.07.2020 Quelle: dpa
Corona-Mittel Remdesivir für 30 000 Europäer: EU-Kommission sichert Bezug
BRÜSSEL (dpa-AFX) - Zur Versorgung von 30 000 schwerkranken Covid-19-Patienten mit dem Mittel Remdesivir hat die EU-Kommission einen Bezugsvertrag mit dem Hersteller Gilead geschlossen. Der Wirkstoff - die bisher einzige in Europa zugelassene Arznei gegen schwere Fälle der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit - werde ab Anfang August geliefert, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit. Die Menge reiche für den dringenden Bedarf in der EU und Großbritannien und werde gerecht verteilt. Remdesivir war am 3. Juli zur Behandlung von Covid-19-Patienten ab 12 Jahren zugelassen worden, die an einer Lungenentzündung erkranken und zusätzlich Sauerstoff benötigen. Kurz vorher hatte die US-Regierung eine Vereinbarung mit Gilead Sciences bekannt gemacht, wonach sie praktisch die gesamte Produktionsmenge des Mittels für die nächsten Monate aufgekauft habe. Die EU-Kommission zeigt sich aber sicher, mit dem jetzt geschlossenen Vertrag "den derzeitigen Bedarf in den kommenden Monaten zu decken". Die Kosten bezifferte die EU-Kommission auf 63 Millionen Euro. Sie werden aus EU-Mitteln gedeckt. Man verhandele darüber hinaus über die gemeinsame Beschaffung der Arznei zur Deckung des zusätzlichen Bedarfs, mit dem ab Oktober zu rechnen sei, hieß es weiter. Ärzte sehen Remdesivir - der Markenname ist Veklury - nicht als Allheilmittel, wohl aber als Lichtblick für Corona-Patienten. Eine internationale Studie mit mehr als 1000 Teilnehmern hatte Ende April gezeigt, dass Remdesivir bei Covid-19-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung im Schnitt um vier Tage verkürzen kann - von 15 auf 11 Tage. Remdesivir wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt, zeigte aber eine zu geringe Wirkung./vsr/DP/mis
11.07.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP/Hersteller bei Aids-Konferenz: Remdesivir senkt Covid-Sterberisiko
SAN FRANCISCO (dpa-AFX) - Das Medikament Remdesivir kann nach Angaben des Herstellers das Sterberisiko bei einem schweren Verlauf der Corona-Krankheit Covid-19 deutlich vermindern. Eine neue Analyse würde eine Senkung des relativen Sterberisikos um 62 Prozent zeigen, wie das US-Pharmaunternehmen Gilead am Freitag zum Abschluss der Welt-Aids-Konferenz bekanntgab. Remdesivir ist das einzige in der EU zugelassene Medikament zur spezifischen Behandlung von Covid-19. Die Welt-Aids-Konferenz, die in der Nacht zum Samstag zu Ende ging, hatte in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie erstmals im Internet stattgefunden - und die Pandemie gleich auch noch auf die Tagesordnung gesetzt. Dem Pharmaunternehmen Gilead zufolge lag bei der Standardtherapie an Tag 14 nach Behandlungsbeginn die Sterblichkeit von schwer an Covid-19 erkrankten Patienten bei 12,5 Prozent. Wurden Patienten zusätzlich mit Remdesivir behandelt, starben nur 7,6 Prozent. Unter Berücksichtigung dieser Zahlen und anderer patientenbezogener Faktoren kommt Gilead dann auf das um 62 Prozent durch das Medikament gesenkte Sterberisiko. Ein unabhängiger Experte rät aber zur Vorsicht bei der Interpretation der Daten. Zwar weise die Untersuchung auf eine gute Wirksamkeit des Mittels hin, sagte Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings seien bei der Analyse zwei Gruppen verglichen worden, die man nach geltenden Standards eigentlich nicht vergleichen dürfe. So stehen auf der einen Seite 312 Patienten aus einer speziellen Studie, die mit Remdesivir behandelt wurden. In der zweiten Gruppe sind 818 Patienten, die unabhängig von dieser speziellen Studie als sogenannte historische Vergleichsgruppe eine Standardtherapie erhalten hatten. Es sei völlig unklar, ob diese beiden Gruppen ähnliche Grundvoraussetzungen bezüglich Alter, Gesundheit, Begleiterkrankungen, Ethnie und anderen Risikofaktoren gehabt hätten, sagt Janssens. Um die Ergebnisse zu prüfen, sei eine sogenannte prospektiv randomisierte klinische Studie nötig, in der völlig zufällig Patienten in eine der beiden Gruppen eingeteilt werden. Darauf weist auch Gilead selbst hin. Remdesivir wurde erst vor einer Woche von der EU-Kommission zugelassen, weil es die Genesungszeit im Schnitt von 15 auf 11 Tage verringert. Ausreichende Daten zu einem verminderten Sterberisiko lagen zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht vor. Die USA haben sich zwar einen Großteil der bis September anvisierten Produktionsmenge des Mittels gesichert. Deutschland hat sich nach Auskunft des Gesundheitsministeriums aber frühzeitig Remdesivir-Vorräte gesichert. Zum Abschluss der Welt-Aids-Konferenz stand am Freitag vor allem die Coronavirus-Pandemie auf der Tagesordnung. Die USA hätten damit ein "sehr ernstes Problem", sagte der US-Immunologe Anthony Fauci. In zahlreichen Bundesstaaten der USA waren die Fallzahlen zuletzt wieder stark gestiegen. Die Deutsche Aidshilfe warnte unterdessen davor, dass der Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie nicht den Kampf gegen Aids zurückwerfen dürfe. "HIV ist heute eigentlich beherrschbar", sagte Sven Warminsky aus dem Vorstand der Aidshilfe. "Wo die Infektionszahlen wieder steigen und Menschen an Aids sterben, geschieht dies, weil nicht genug getan wird. Corona bringt zahlreiche neue Hürden und bindet enorme Ressourcen. Dies gilt es auszugleichen: Der Kampf gegen eine Epidemie darf nicht die mühsam errungenen Erfolge bei einer anderen kosten." Zum Auftakt der Aids-Konferenz hatte das Programm der Vereinten Nationen für HIV/Aids (UNAIDS) mitgeteilt, dass die Weltgemeinschaft ihre selbstgesetzten Ziele im Kampf gegen HIV und Aids verfehlt habe. Im vergangenen Jahr haben sich demnach 1,7 Millionen Menschen weltweit mit dem Virus angesteckt. Eigentlich sollten es durch neue Programme, Initiativen und Investitionen nur noch 500 000 Menschen im Jahr sein. Die Epidemie sollte bis 2030 besiegt werden. Die 1985 erstmals durchgeführte Aids-Konferenz, die als das weltweit größte Treffen zu dem Thema gilt, hatte in diesem Jahr eigentlich in San Francisco und Oakland in Kalifornien stattfinden sollen, war aber wegen der Coronavirus-Pandemie ins Internet verlegt worden. 2018 waren zur vorherigen Welt-Aids-Konferenz in Amsterdam rund 15 000 Experten aus mehr als 160 Ländern angereist./vf/cah/DP/zb
10.07.2020 Quelle: dpa
Hersteller Gilead: Remdesivir senkt Sterberisiko bei Corona
FOSTER CITY (dpa-AFX) - Das Medikament Remdesivir kann nach Angaben des Herstellers das Sterberisiko bei einem schweren Verlauf der Corona-Krankheit Covid-19 deutlich vermindern. Eine neue Analyse würde eine Senkung des relativen Sterberisikos um 62 Prozent zeigen, wie das US-Pharmaunternehmen Gilead am Freitag auf der Welt-Aids-Konferenz bekanntgab. Remdesivir ist das einzige in der EU zugelassene Medikament zur spezifischen Behandlung von Covid-19. Demnach lag bei der Standardtherapie an Tag 14 nach Behandlungsbeginn die Sterblichkeit von schwer an Covid-19 erkrankten Patienten bei 12,5 Prozent. Wurden Patienten zusätzlich mit Remdesivir behandelt, starben nur 7,6 Prozent. Unter Berücksichtigung dieser Zahlen und anderer patientenbezogener Faktoren kommt Gilead dann auf das um 62 Prozent gesenkte Sterberisiko durch das Medikament. Ein unabhängiger Experte rät aber zur Vorsicht bei der Interpretation der Daten. Zwar weise die Untersuchung auf eine gute Wirksamkeit des Mittels hin, sagte Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings seien bei der Analyse zwei Gruppen verglichen worden, die man nach geltenden Standards eigentlich nicht vergleichen dürfe. So stehen auf der einen Seite 312 Patienten aus einer speziellen Studie, die mit Remdesivir behandelt wurden. In der zweiten Gruppe sind 818 Patienten, die unabhängig von dieser speziellen Studie als sogenannte historische Vergleichsgruppe eine Standardtherapie erhalten hatten. Es sei völlig unklar, ob diese beiden Gruppen ähnliche Grundvoraussetzungen bezüglich Alter, Gesundheit, Begleiterkrankungen, Ethnie und anderen Risikofaktoren gehabt hätten, sagt Janssens. Um die Ergebnisse zu prüfen, sei eine sogenannte prospektiv randomisierte klinische Studie nötig, in der völlig zufällig Patienten in eine der beiden Gruppen eingeteilt werden. Darauf weist auch Gilead selbst hin. Remdesivir wurde erst vor einer Woche von der EU-Kommission zugelassen, weil es die Genesungszeit im Schnitt von 15 auf 11 Tage verringert. Ausreichende Daten zu einem verminderten Sterberisiko lagen zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht vor. Die USA haben sich zwar einen Großteil der bis September anvisierten Produktionsmenge des Mittels gesichert. Deutschland hat sich nach Auskunft des Gesundheitsministeriums aber frühzeitig Remdesivir-Vorräte gesichert./vf/DP/men
08.07.2020 Quelle: dpa
Günstiges Remdesivir für Corona-Patienten in Indien
NEU DELHI (dpa-AFX) - Es gibt etwas Hoffnung für Covid-Patienten in Indien, dem am drittstärksten von dem Virus betroffenen Land mit mehr als 740 000 Infektionen: Eine Generikaversion des Medikaments Remdesivir für umgerechnet 57 Euro (4800 Rupien) pro 100-mg-Fläschchen wurde von der indischen Arzneimittelbehörde zugelassen. Das ist nach Auskunft seines Herstellers Mylan mehr als 80 Prozent weniger als der Preis des Originalmedikaments in entwickelten Ländern. Das Generikum soll nach den Richtlinien des indischen Gesundheitsministeriums für Notfälle verwendet werden. Der Pharmakonzern Gilead Sciences hat nach eigenen Angaben mit mehreren Generika-Produzenten in Indien, Pakistan und Ägypten Lizenzverträge abgeschlossen, damit diese zunächst für 127 hauptsächlich ärmere Länder eine Nachahmerversion von Remdesivir herstellen können. Remdesivir wird per Infusion verabreicht und hemmt ein Enzym der Viren, das für deren Vermehrung nötig ist. Erste positive Ergebnisse im "New England Journal of Medicine" ("NEJM") zeigen, dass das Medikament den schweren Corona-Verlauf abmildert und die Krankheitsphase um einige Tage verkürzt. Um das Medikament gab es kürzlich eine Kontroverse, weil US-Präsident Donald Trump einen Großteil der Produktion des Originalmedikaments der nächsten Monate für die USA reserviert hat. Eine fünftägige Behandlung mit Remdesivir wird nach Unternehmensangaben bei Bestellung durch die US-Regierung 2340 Dollar (etwa 2000 Euro) pro Patient kosten. Dieser Nettobetrag sei auch für Deutschland geplant. Die Kosten werden in Deutschland von den Kassen bezahlt. Die EU-Kommission hatte Remdesivir vergangenen Freitag unter Auflagen als erstes Mittel zur Therapie von Covid-19 in Europa zugelassen. In Indien wären für eine fünftägige Behandlung 600 mg des Medikaments nötig, wie das indische Gesundheitsministerium schreibt. Das würde rund 340 Euro kosten. In Krankenhäusern der Regierung ist die Behandlung für Patienten aber generell subventioniert./asg/DP/mis
03.07.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP: Erste europäische Zulassung für ein Corona-Arzneimittel
BRÜSSEL (dpa-AFX) - Der Wirkstoff Remdesivir wird in Europa unter Auflagen als erstes Mittel zur Therapie von Covid-19 zugelassen. Die Entscheidung gab die EU-Kommission am Freitag bekannt. "Die heutige Zulassung eines ersten Medikaments zur Behandlung von Covid-19 ist ein wichtiger Fortschritt im Kampf gegen das Virus", erklärte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Die Zulassung sei im Schnellverfahren weniger als einen Monat nach dem Antrag ergangen. Remdesivir gilt als eine von wenigen wirksamen Arzneien bei schweren Fällen der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit. Es kann Studien zufolge den Krankenhausaufenthalt verkürzen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hatte die Zulassung für Patienten ab zwölf Jahren empfohlen, die eine Lungenentzündung haben und mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt werden müssen. Ärzte sehen Remdesivir nicht als Allheilmittel, wohl aber als Lichtblick für Corona-Patienten. Eine internationale Studie mit über 1000 Teilnehmern hatte Ende April gezeigt, dass Remdesivir bei Covid-19-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung im Schnitt um vier Tage verkürzen kann - von 15 auf 11 Tage. Die USA hatten bereits Anfang Mai eine Ausnahmegenehmigung für den begrenzten Einsatz des Wirkstoffes in Krankenhäusern erteilt. Auch in Deutschland war das Mittel bislang schon innerhalb eines Arzneimittel-Härtefallprogrammes zugänglich und wurde in klinischen Studien getestet. Die US-Regierung hatte diese Woche eine Vereinbarung mit dem US-Hersteller Gilead Sciences bekannt gemacht, wonach sie praktisch die gesamte Produktionsmenge des Mittels für die nächsten Monate aufgekauft hat. Allerdings hat zum Beispiel Deutschland bereits Vorräte angelegt. Die EU-Kommission verhandelt ebenfalls mit dem Hersteller, um sich ausreichende Mengen des Wirkstoffs zu sichern. Der CDU-Europapolitiker Peter Liese betonte, Bedingung für die Zulassung in Europa sei, dass der Hersteller auch nach Europa liefere. Eine mögliche Lösung für Engpässe wäre, dass Gilead seine Kenntnisse mit anderen Herstellern teile und diese gegen Lizenzgebühren produzieren lasse. Auch damit könne Gilead sehr viel Geld verdienen, sagte Liese am Freitag. Remdesivir wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt, zeigte aber eine zu geringe Wirkung. Es ist bislang in keinem Land der Welt uneingeschränkt als Medikament zugelassen. Bislang gibt es keine Impfung gegen das neuartige Coronavirus und auch keine zuverlässige zugelassene medikamentöse Therapie./vsr/DP/zb