Turbo Open End | Long | Ericsson B | 90,05

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  • WKN: MC22KP
  • ISIN: DE000MC22KP7
  • Turbo Open End
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Produktbeschreibung

Mit dem Open End Turbo Long auf Ericsson B hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Erreicht oder unterschreitet der Kurs der Aktie bei fortlaufender Beobachtung während des Beobachtungszeitraums die Knock-out-Barriere, wird das Produkt automatisch beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Die Knock-out-Barriere entspricht stets dem Basispreis. Der Basispreis ist nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung des Basispreises werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert des Basispreises ist der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt.

Bei Turbos sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Turbos gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

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Nachrichten und Analysen

11.06.2019 Quelle: dpa
Ericsson-Prognose: 1,9 Milliarden 5G-Anschlüsse in fünf Jahren
STOCKHOLM (dpa-AFX) - Der Netzwerkausrüster Ericsson rechnet mit erst zehn Millionen Anschlüssen des superschnellen Datenfunks 5G zum Ende dieses Jahres. In fünf Jahren werde es aber schon 1,9 Milliarden 5G-Anschlüsse geben, prognostizierte das schwedische Unternehmen in seinem am Dienstag veröffentlichten Branchenausblick. Das sind 400 Millionen mehr als Ericsson vor einem halben Jahr für das Jahr 2024 erwartete. Nach der aktuellen Prognose wird 5G dann mehr als 20 Prozent der weltweiten Mobilfunk-Anschlüsse ausmachen und 35 Prozent des Datenverkehrs umschlagen. Nach der Schätzung von Ericsson dürften 5G-Netze zum Jahr 2024 für bis zu zwei Drittel der Weltbevölkerung zugänglich sein. Besonders rege genutzt werde der neue Datenfunk dann aber vor allem in Nordamerika und Westeuropa. In Nordamerika würden 5G-Anschlüsse Ende 2024 einen Anteil von mehr als 60 Prozent haben, in Westeuropa rund 40 Prozent, schätzt der Netzausrüster. Damit einher geht ein Anstieg der umgeschlagenen Datenmengen: In Nordamerika werde ein Smartphone-Kunde im Schnitt auf 39 Gigabyte pro Monat kommen, in Westeuropa auf 32 Gigabyte. Video werde 2024 drei Viertel des Datenverkehrs ausmachen, im vergangenen Jahr waren es bereits 60 Prozent. Zugleich wird in der Branche damit gerechnet, dass 5G in den nächsten Jahren vor allem für industrielle Anwendungen wie vernetzte Maschinen interessant sein wird. Zunächst werde allerdings noch die vorherige Generation LTE/4G den Großteil des mobilen Breitbands ausmachen, prognostizierte Ericsson. So werde die Zahl der LTE-Anschlüsse zum Jahr 2022 ihren Höhepunkt mit 5,3 Milliarden erreichen. Insgesamt werde es 2024 rund 7,2 Milliarden Smartphone-Anschlüsse geben, nach 5,1 Milliarden im vergangenen Jahr. Ericsson ist neben Nokia und dem chinesischen Huawei-Konzern einer der großen Netzwerkausrüster, die sich große Hoffnungen auf das 5G-Geschäft machen. Im Westen wird aktuell erwogen, Huawei wegen Sicherheitsbedenken vor allem in den USA vom Aufbau der 5G-Netze auszuschließen./so/DP/mis
11.06.2019 Quelle: dpa
Huawei macht in Spanien bei 5G-Start mit
MADRID (dpa-AFX) - Der von den USA auf eine schwarze Liste gesetzte Huawei-Konzern wird in Spanien eine wichtige Rolle beim Start des superschnellen 5G-Mobilfunks spielen. Vodafone España werde am 15. Juni in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Unternehmen 5G-Netze in 15 Städten des Landes in Betrieb nehmen, kündigte der Präsident des Mobilfunk-Anbieter, Antonio Coimbra, am Montag an. Neben Huawei werde auch das schwedische Unternehmen Ericsson die Hardware für das Datennetz zur Verfügung stellen. Spanien gehört damit zu den ersten Ländern in Europa mit einem kommerziellen 5G-Netz und folgt unter anderem auf Großbritannien. In Deutschland läuft immer noch eine festgefahrene Auktion für passende Mobilfunk-Frequenzen, die schon seit Wochen andauert. Es gibt bisher nur wenige Modelle von 5G-Smartphones, zugleich geht man aber auch davon aus, dass die Technologie zunächst vor allem für industrielle Anwendungen wie vernetzte Maschinen interessant sein wird. Huawei ist ein führender Ausrüster von Mobilfunk-Netzen unter anderem in Europa und zugleich der zweitgrößte Smartphone-Anbieter der Welt. Die USA hatten den chinesischen Telekom-Riesen Mitte Mai auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. Washington befürchtet, Huawei könnte für Peking spionieren und macht auch Druck auf andere westliche Länder, keine Huawei-Technik beim 5G-Ausbau zu verwenden. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück./er/DP/zb
20.05.2019 Quelle: dpa
ROUNDUP 3: US-Sanktionen kappen Huawei Zugang zu Google-Diensten
(neu: mehr Details und Hintergrund WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat den chinesischen Huawei-Konzern von wichtiger Technologie abgeschnitten - und auch Smartphone-Nutzer im Westen werden das zu spüren bekommen. Wegen der Sanktionen wird Huawei zukünftige Smartphone-Modelle nicht mehr mit vorinstallierten Google-Diensten verkaufen können, was in Europa ein drastischer Nachteil ist. Die Folgen für heutige Nutzer sind noch weitgehend unklar, auch wenn sie sich vorerst in Grenzen halten dürften. Zumindest für Sicherheits-Updates ist gesorgt. Huawei ist ein führender Ausrüster von Mobilfunk-Netzen unter anderem in Europa und der zweitgrößte Smartphone-Anbieter der Welt. Mit den Sanktionen verliert die Firma auch den Zugang zu Chips aus den USA. Große Halbleiteranbieter wie Qualcomm, Broadcom und Xilinx hätten ihren Mitarbeitern mitgeteilt, dass Huawei bis auf weiteres nicht beliefert werde, berichtete der Finanzdienst Bloomberg am Montag. Vom deutschen Chipkonzern Infineon bekommt Huawei keine Produkte aus den USA, die restlichen Lieferungen gehen aber weiter. Google ist für Huawei ein wichtiger Partner, weil bei dem Internet-Riesen das Mobil-Betriebssystem Android entwickelt wird, mit dem auch die Smartphones des chinesischen Konzerns laufen. Dabei sorgen die komplexen Verhältnisse bei Android dafür, dass die Sanktionen Huawei auf verschiedene Weise treffen können. Die fertigen Versionen des Android-Systems werden mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung im Android Open Source Project (AOSP) quelloffen allen zur Verfügung gestellt - und damit würde auch Huawei arbeiten können. Außerhalb Chinas werden allerdings fast nur Android-Smartphones mit integrierten Google-Diensten wie GMail, Google Maps oder der App-Plattform Google Play Store verkauft. Diese Android-Version ist nicht Open Source, sondern muss bei Google lizenziert werden. Damit würde das zukünftige Smartphone-Geschäft von Huawei nach einem Ende der Zusammenarbeit mit Google außerhalb des chinesischen Marktes massiv behindert. In China sind Google-Dienste ohnehin nicht verfügbar. Google erklärte, man halte sich an die Anordnungen der US-Regierung und prüfe die Konsequenzen. Für Nutzer bestehender Huawei-Smartphones werde es keine Einschränkungen bei der Nutzung der Download-Plattform Google Play und der Sicherheitsfunktion Google Play Protect, die bösartige Anwendungen herausfiltert, geben. Huawei betonte, alle bereits verkauften oder in Lagern vorgehaltenen Telefone werden weiterhin mit Sicherheitsupdates und Diensten versorgt. Das gelte auch für die Tochtermarke Honor. Zugleich schrieb das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eine mit den Vorgängen vertraute Person, auch bisherige Nutzer von Huawei-Geräten könnten den Zugang zu einigen Funktionen auf Basis Künstlicher Intelligenz oder im Fotobereich verlieren. Zugleich gehe man davon aus, dass bestehende Telefone zumindest vorerst weitgehend wie bisher funktionieren würden. Die Chip-Lieferungen aus den USA sind ebenfalls wichtig für Huawei. Der chinesische Konzern entwickelt zwar eigene Prozessoren und Modems für einige Modelle seiner Smartphones, bezieht aber Chips für einen Teil der Telefone von Qualcomm. Bei seiner Netzwerktechnik ist Huawei noch viel stärker auf Chips aus den USA angewiesen. Die Firma habe aber in Vorbereitung auf mögliche US-Sanktionen bereits Halbleiter für mindestens drei Monate eingelagert, berichtete Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Die US-Regierung hatte Huawei und zahlreiche Tochtergesellschaften vergangene Woche auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. Trump hatte im eskalierenden Handelskonflikt den Weg dafür freigemacht, indem er einen Nationalen Notstand in der Telekommunikation ausrief. Huawei weist alle Vorwürfe zurück und betont, dass das Unternehmen völlig unabhängig sei. Huawei wird von den US-Behörden verdächtigt, seine unternehmerische Tätigkeit zur Spionage für China zu nutzen. Beweise dafür wurden bislang nicht öffentlich vorgelegt. Die USA drängen aber auch andere westliche Länder wie Deutschland, Huawei von den Netzen für den neuen superschnellen Mobilfunk-Standard 5G fernzuhalten. Auch in deutschen Sicherheitsbehörden wurden Bedenken gegen einen Einsatz von Huawei-Technik laut. Dabei wird zum einen darauf verwiesen, dass chinesische Unternehmen von den Behörden des Landes zu weitreichender Kooperation gezwungen werden könnten, zum anderen aber auch auf die Möglichkeiten zur Sabotage im Fall eines Konflikts. Im Smartphonemarkt ist Android das dominierende Betriebssystem mit einem Marktanteil von mehr als 80 Prozent. Chinesische Anbieter wie Huawei, Xiaomi, Vivo, oder OnePlus setzen auf Android. Theoretisch besteht die Möglichkeit, dass die Unternehmen - allen voran Huawei - versuchen, eigene Betriebssysteme als Alternative zu Android und Windows bei PCs zu etablieren, wenn sich der Konflikt weiter vertieft. "Wir werden weiter daran arbeiten ein sicheres und zukunftsfähiges Software-Ecosystem zu entwickeln, um die bestmögliche Nutzererfahrung weltweit zu bieten", erklärte Huawei am Montag. Der Konzern arbeitete bereits an einem eigenen Betriebssystem. Der chinesische Huawei-Konkurrent ZTE war im vergangenen Jahr von ähnlichen US-Einschränkungen so schwer getroffen worden, dass die Firma zeitweise ihr internationales Geschäft stoppen musste. Die US-Regierung hatte ZTE für sieben Jahre den Zugang zu US-Technologien verwehrt. Ohne Chips für seine Smartphones musste ZTE große Teile der Produktion stilllegen. Nach einigen Wochen zahlte ZTE rund 1,4 Milliarden Dollar und die Sanktionen wurden aufgehoben. Aktien europäischer Netzwerkausrüster wie Ericsson und Nokia legten am Montag in einer Reaktion auf die Maßnahmen zu. Unklar blieb zunächst, welche Folgen die Sanktionen für die Wartung bestehender Huawei-Ausrüstung in Mobilfunk-Netzen haben könnten. Die Infineon-Aktie verlor zum Nachmittag fast fünf Prozent./so/DP/jha
20.05.2019 Quelle: dpa
WDH/ROUNDUP 2: US-Sanktionen schneiden Huawei künftig von Google-Diensten ab
(Im 4. Absatz, vorletzter Satz wurde das überflüssige Wort "reduziert" entfernt.) WASHINGTON/MOUNTAIN VIEW (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat Huawei von wichtiger Technologie abgeschnitten - und auch Smartphone-Nutzer im Westen werden das zu spüren bekommen. Wegen der Sanktionen wird Huawei zukünftige Smartphone-Modelle nicht mehr mit vorinstallierten Google-Diensten verkaufen können, was die Verkaufsaussichten in Europa drastisch verschlechtert. Die Auswirkungen für bestehende Nutzer sind noch weitgehend unklar, auch wenn sie sich in Grenzen halten dürften. Huawei ist ein führender Ausrüster von Mobilfunk-Netzen unter anderem in Europa und der zweitgrößte Smartphone-Anbieter der Welt. Mit den US-Sanktionen verliert die Firma auch den Zugang zu Chips aus dem Westen. Große Halbleiteranbieter wie Qualcomm, Broadcom und Xilinx hätten ihren Mitarbeitern mitgeteilt, dass Huawei bis auf weiteres nicht beliefert werde, berichtete der Finanzdienst Bloomberg am Montag. Google ist für Huawei ein wichtiger Partner, weil bei dem Internet-Riesen das Mobil-Betriebssystem Android entwickelt wird, mit dem auch die Smartphones des chinesischen Konzerns laufen. Die fertigen Versionen des Systems werden mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung im Android Open Source Project (AOSP) quelloffen allen zur Verfügung gestellt - und damit würde auch Huawei arbeiten können. Außerhalb Chinas werden allerdings fast nur Android-Smartphones mit integrierten Google-Diensten wie GMail, Google Maps oder der App-Plattform Google Play Store verkauft. Diese Android-Version ist nicht Open Source, sondern muss bei Google lizenziert werden. Damit würde das zukünftige Smartphone-Geschäft von Huawei nach einem Ende der Zusammenarbeit mit Google außerhalb des chinesischen Marktes massiv behindert. In China sind Google-Dienste ohnehin nicht verfügbar. Google erklärte am Montag, man halte sich an die Anordnungen der US-Regierung und prüfe die Folgen. Zugleich betonte das Unternehmen, dass es für Nutzer bestehender Huawei-Smartphones keine Einschränkungen bei der Nutzung der Download-Plattform Google Play und der Sicherheitsfunktion Google Play Protect, die bösartige Anwendungen herausfiltert, geben werde. Huawei betonte, alle bereits verkauften oder in Lagern vorgehaltenen Telefone werden weiterhin mit Sicherheitsupdates und Diensten versorgt. Das gelte auch für die Tochtermarke Honor. Auch die Chip-Lieferungen aus den USA sind wichtig für Huawei. Der chinesische Konzern entwickelt zwar eigene Prozessoren und Modems für einige Modelle seiner Smartphones, bezieht aber Chips für einen Teil der Telefone von Qualcomm. Bei seiner Netzwerktechnik ist Huawei noch viel stärker auf Chips aus den USA angewiesen. Die Firma habe aber in Vorbereitung auf mögliche US-Sanktionen bereits Halbleiter für mindestens drei Monate eingelagert, berichtete Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Der deutsche Chip-Anbieter Infineon liefert vorerst keine in den USA hergestellten Produkte mehr an Huawei. Berichte, wonach Infineon sämtliche Chip-Lieferungen an den Konzern eingestellt habe, wies ein Sprecher zurück: "Nach heutigem Stand" unterliege ein Großteil der Produkte, die Huawei von Infineon beziehe, nicht den amerikanischen Export-Kontrollbestimmungen. "Darum werden diese Lieferungen fortgesetzt." Die Infineon-Aktie verlor am Montag rund vier Prozent. Die US-Regierung hatte Huawei und zahlreiche Tochtergesellschaften vergangene Woche auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. Den Weg dafür hatte US-Präsident Donald Trump freigemacht, indem er einen Nationalen Notstand in der Telekommunikation ausrief. Huawei weist alle Vorwürfe stets zurück und betont, dass das Unternehmen völlig unabhängig sei. Huawei wird von den US-Behörden verdächtigt, seine unternehmerische Tätigkeit zur Spionage für China zu nutzen. Beweise dafür wurden bislang nicht öffentlichgemacht. Die USA drängen aber auch andere westliche Länder wie Deutschland, Huawei von den Netzen für den neuen superschnellen Mobilfunk-Standard 5G fernzuhalten. Auch in deutschen Sicherheitsbehörden wurden Bedenken gegen einen Einsatz von Huawei-Technik laut. Dabei wird zum einen darauf verwiesen, dass chinesische Unternehmen von den Behörden des Landes zur weitreichenden Kooperation gezwungen werden könnten, zum anderen aber auch auf die Möglichkeiten zur Sabotage im Fall eines Konflikts. Eine Sprecherin von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sprach von einer unternehmerischen Entscheidung. Mögliche Folgen für deutsche Firmen würden nun geprüft. Am Sicherheitskatalog der Bundesnetzagentur zum 5G-Ausbau ändere sich nichts. Android ist das dominierende Smartphone-Betriebssystem mit einem Marktanteil von mehr als 80 Prozent. Das liegt auch daran, dass chinesische Anbieter wie Huawei, Xiaomi, Vivo, oder OnePlus auf Android setzen. Theoretisch besteht die Möglichkeit, dass die chinesischen Unternehmen - allen voran Huawei - versuchen, eigene Betriebssysteme als Alternative zu Android und Windows bei PCs zu etablieren, wenn sich der Konflikt weiter vertieft. "Wir werden weiter daran arbeiten ein sicheres und zukunftsfähiges Software-Ecosystem zu entwickeln, um die bestmögliche Nutzererfahrung weltweit zu bieten", erklärte Huawei am Montag. Der chinesische Huawei-Konkurrent ZTE war im vergangenen Jahr von ähnlichen US-Einschränkungen so schwer getroffen worden, dass die Firma zeitweise ihr internationales Geschäft stoppen musste. Die US-Regierung hatte Strafen wegen angeblicher illegaler Geschäfte mit dem Iran und Nordkorea verhängt und für sieben Jahre den Zugang zu US-Technologien verwehrt. Ohne Chips für seine Smartphones musste ZTE große Teile der Produktion stilllegen. Nach einigen Wochen zahlte ZTE rund 1,4 Milliarden Dollar und die Sanktionen wurden aufgehoben. Aktien europäischer Netzwerkausrüster wie Ericsson und Nokia legten am Montag in einer Reaktion auf die Maßnahmen zu. Unklar blieb zunächst, welche Folgen die Sanktionen für die Wartung bestehender Huawei-Ausrüstung in Mobilfunk-Netzen haben könnten./so/DP/jha