Optionsschein | Put | Henkel Vz. | 95,00 | 13.03.20

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  • WKN: MC1GTR
  • ISIN: DE000MC1GTR0
  • Optionsschein
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91,69 EUR

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Produktbeschreibung

Mit dem Optionsschein Put auf Henkel Vz. hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Bei Endfälligkeit erhält der Anleger einen Auszahlungsbetrag, der dem Produkt aus (i) Basispreis abzüglich Endgültigem Aktien-Kurs und (ii) dem Bezugsverhältnis entspricht, umgerechnet in die Währung, in der Zahlungen unter den Wertpapieren geleistet werden (falls einschlägig).

Sollte der Endgültige Aktien-Kurs kleiner sein als der Basispreis oder diesem entsprechen, erhält der Anleger lediglich den Mindestbetrag und erleidet einen Totalverlust.

Der Basispreis wird anfänglich bestimmt und ist konstant.

Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der zugrunde liegenden Aktie am Ausübungstag.

Bei Optionsscheinen sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Optionsscheine gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

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Nachrichten und Analysen

28.01.2020 Quelle: dpa
HENKEL IM FOKUS: Kein Licht am Ende des Tunnels - Weichenstellung im Frühjahr
DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Carsten Knobel steht nach seiner Beförderung vom Finanzvorstand zum Chef des Konsumgüterkonzerns Henkel vor schwierigen Aufgaben. Die solide Entwicklung des Dax-Konzerns mit einem stetigen Umsatz- und Gewinnzuwachs hat zuletzt einige Kratzer abbekommen. Schon im März will Knobel die neue mittelfristige Strategie vorstellen und damit die Weichen für die kommenden Jahre stellen. Vor allem im Geschäft mit der Schönheitspflege steht er dabei vor großen Herausforderungen. Was im Konzern los ist, was Analysten sagen und wie die Aktie zuletzt lief. DIE LAGE BEI HENKEL: Das Jahr 2019 endete für Henkel-Anleger mit einem weiteren Dämpfer. Zum ersten Mal seit Jahren ist das erwartete Wachstum ausgefallen, zudem müssen die Aktionäre einen Gewinnrückgang hinnehmen. Für 2020 sieht es kaum besser aus. Die derzeit schwächelnde Industrie dürfte die margenstarke Klebstoffsparte weiter belasten, die etwa die Hälfte des Geschäfts von Henkel ausmacht. Die Ergebnisse werden im laufenden Jahr daher weiter sinken, der Umsatz im besten Fall nur geringfügig wachsen. Höhere Investitionen drücken auf den Gewinn. Alles in allem erwartet Henkel eine so schwache operative Profitabilität wie seit Jahren nicht mehr. Die konjunkturabhängige Klebstoffsparte leidet derzeit unter der Schwäche der Autoindustrie. Besserung erwartet das Management erst einmal nicht. Das Kosmetikgeschäft kämpft weiter mit dem hohen Wettbewerbsdruck vor allem in Westeuropa sowie Problemen in China. Die kleinste Sparte büßte daher zuletzt an umsatz und Ergebnis ein. Gegenmaßnahmen wie die Einführung neuer Produkte, für die Henkel mehr Geld verlangen kann, greifen bislang nur bedingt. Die Bilanz Henkels in den vergangenen Jahren ist daher durchwachsen. Mittelfristig hatten sich die Düsseldorfer zum Ziel gesetzt, bis 2020 ein durchschnittliches Wachstum aus eigener Kraft von 2 bis 4 Prozent zu erreichen. Bestenfalls erreicht der Konzern die untere Hälfte der Spanne. Auch die Profitabilität, ein Kernelement des Henkel-Erfolges in den vergangenen Jahren, hat zuletzt erheblich nachgelassen. Knobel hat nun die Aufgabe, Henkel wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Anfang März will er auf einem Investorentag in London die Weichen für die kommenden Jahre stellen. Kritiker sehen vor allem im Kosmetikgeschäft Handlungsbedarf. Marktbeobachter monieren, dass der Bereich im Vergleich zu internationalen Wettbewerbern recht klein ist. Simone Bagel-Trah, Vorsitzende des mächtigen Gesellschafterausschuss sowie des Aufsichtsrats, hatte jüngst in einem Interview eingeräumt, dass die Sparte derzeit den Erwartungen hinterherlaufe, und dass dort noch "Hausaufgaben" zu erledigen seien. So müsse Henkel in den Märkten, in denen der Konzern mit seinen Haar- und Hautpflegemarken wie zum Beispiel Schwarzkopf vertreten sei, künftig zu den "führenden Anbietern" gehören, gab sie Knobel damit die neue Aufgabe vor. DAS SAGEN ANALYSTEN: Analysten verhalten sich Henkel gegenüber derzeit abwartend. So schätzt David Varga vom Bankhaus Metzler, dass Henkel deutlich mehr Geld in die Hand nehmen wird, als die bisher kommunizierten 300 Millionen Euro jährlich, um das Wachstum anzutreiben. Virginie Roumage von Bryan Garnier notiert in einer Studie von Mitte Dezember, dass Henkel den Arbeitsaufwand bei den Konsumgütergeschäften wohl unterschätzt habe und höhere Anstrengungen nötig seien als noch vor einem Jahr gedacht. Henkel versuche das Richtige, indem er die Wachstumsinvestitionen aufstocke, schrieb James Edwardes Jones vom Analysehaus RBC. Allerdings monierte er für den Bereich Klebstoffe die mangelhafte Sicht in die Zukunft und zudem die unklare Wirksamkeit der zusätzlichen Investitionen. Henkel ist mit den Problemen jedoch nicht allein. Auch so mach anderer Konkurrent, etwa die britische Reckitt Benckiser, kämpft mit Wachstumproblemen. Die niederländische Unilever ruderte zuletzt bei den Wachstumzielen ebenfalls zurück. Jeremy Fialko von der Investmentbank HSBC konstatierte daher, 2019 sei ein enttäuschendes Jahr im Konsumgütersektor, die Bedingen für 2020 würden zudem ähnlich schwierig. Die Unternehmen müssten sich nun statt wie bisher auf die Margen auf ihren Umsatz konzentrieren. Das dürfte angesichts schwacher Endmärkte aber nicht einfach werden. Eine Möglichkeit für Henkel, neue Wachstumsmöglichkeiten im Kosmetikbereich zu erschließen, könnte sich Knobel schon bald bieten. Denn der Konkurrent Coty prüft den Verkauf bekannter Marken wie Wella. Für Wella hatte sich Henkel bereits in der Vergangenheit interessiert. Für eine Übernahme hatte sich etwa Analyst Iain Simpson von der britischen Bank Barclays stark gemacht. Alternativ könne sich Henkel von dem seit Jahren schwächelnden Kosmetikgeschäft trennen. Doch Wella ist als Übernahmeziel längst nicht mehr so attraktiv wie in der Vergangenheit. Jörg Philipp Frey von Warburg Research hatte zuletzt sogar explizit vor einer solchen Übernahme gewarnt. Die Kombination zweier schrumpfender Marken beschleunige normalerweise nur die Umsatzerosion, so dass dies eine risikoreiche Transaktion wäre. Zwei Branchengrößen (Coty, Procter & Gamble) hätten das Geschäft nicht wiederbeleben können. DAS MACHT DIE AKTIE: Henkel-Aktionäre hatten es in den vergangenen Jahren nicht leicht. Zwar legte der Kurs der Vorzugsaktien bis Mitte 2017 kräftig zu und erreichte im Juni des Jahres bei knapp 130 Euro den höchsten Stand seiner 35-jährigen Börsenhistorie. Danach ging es jedoch - unter teils heftigen Schwankungen - sukzessive abwärts. An der Börse entpuppten sich damit die vor fast vier Jahren verkündeten Wachstumsziele Henkels bis 2020 letztlich nicht als Initialzündung. Das Tief erreichten die Aktien im Juni vergangenen Jahres, als sie nur noch gut 80 Euro wert waren. Henkel musste wenige Monate später seine Jahresprognose senken, ein für Henkel-Anleger ungewohnter Vorgang. Vom Rekordhoch büßten sie so fast 40 Prozent ein. Zum Vergleich: Der europäische Sektor der Konsumgüterhersteller verlor in dieser Zeit nur acht Prozent. Vom jüngsten Rücksetzer im August haben sich Henkel-Aktien mittlerweile wieder um 16 Prozent erholt. Derzeit pendelt das Papier um die 94 Euro./nas/bek/eas/jha/