Turbo Open End | Long | Deutsche Bank | 5,68

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  • WKN: MC1EE1
  • ISIN: DE000MC1EE13
  • Turbo Open End

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23.08.2019 09:18:17

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Basiswert

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+0,53 % 23.08.2019 09:18:34

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Produktbeschreibung

Mit dem Open End Turbo Long auf Deutsche Bank hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Erreicht oder unterschreitet der Kurs der Aktie bei fortlaufender Beobachtung während des Beobachtungszeitraums die Knock-out-Barriere, wird das Produkt automatisch beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Die Knock-out-Barriere entspricht stets dem Basispreis. Der Basispreis ist nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung des Basispreises werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert des Basispreises ist der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt.

Bei Turbos sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Turbos gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
24.05.2019 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • 5,7133 EUR
  • 5,7133 EUR
  • 5,6329 EUR
  • 5,6329 EUR

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Nachrichten und Analysen

Heute 23.08.2019 08:35:10 Quelle: dpa
JENOPTIK IM FOKUS: Schwache Autoindustrie bremst SDax-Konzern aus
JENA (dpa-AFX) - Beim Technologie- und Rüstungskonzern Jenoptik dreht sich mittlerweile alles um das Thema Licht. Von der Militärsparte will sich der SDax-Konzern trennen, um sich auf sein Kerngeschäft mit Lasern, Messtechnik und optischen Systemen zu konzentrieren. Und hier bekommt Jenoptik die Zurückhaltung aus der Automobilbranche zu spüren. Deshalb reduzierte Unternehmenschef Stefan Traeger erst jüngst das Jahresziel für den Umsatz. Was bei Jenoptik los ist, wie Analysten den Konzern bewerten und wie sich die Aktie entwickelt hat. DAS IST LOS BEIM UNTERNEHMEN: Die Wurzeln von Jenoptik reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Nach der Wende wurde 1990 die Jenoptik Carl Zeiss Jena GmbH gegründet, aus der ein Jahr später die Jenoptik GmbH als landeseigenes Unternehmen hervorging. Acht Jahre später folgte der Börsengang in Frankfurt. Der Jenoptik-Konzern wurde immer wieder umstrukturiert. Es kamen neue Unternehmen hinzu, andere wurden verkauft. Anfang 2019 bündelte der Technologiekonzern erneut sein Geschäft, um das Jenaer Unternehmen mit seinen knapp 3700 Mitarbeitern noch profitabler zu machen. Zudem will Unternehmenschef Stefan Traeger in den kommenden Jahren das Wachstum beschleunigen und bis 2022 die Erlöse jährlich im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich ankurbeln. Dabei will Traeger das Asiengeschäft ausbauen. Seit Anfang des Jahres gibt es drei Divisionen im Geschäft mit dem Licht, die auch das Kerngeschäft des Konzerns sind. Unter "Light & Optics" wird das Erstausrüster-Geschäft zusammengefasst, unter "Light & Production" das Industriekundengeschäft und unter "Light & Safety" das Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern. Zum letzteren Bereich gehören Geschwindigkeits- und Rotlichtüberwachungsanlagen. Zu den wichtigsten Kunden der beiden ersten Sparten gehören unter anderem die Halbleiter- und Automobilindustrie, Medizintechnik sowie der Anlagen- und Maschinenbau. Die Aktivitäten des ehemaligen Segments "Defense & Civil Systems", die auf mechatronischen Technologien basieren, werden unter der eigenständigen Marke Vincorion geführt. Traeger will die Sparte verkaufen. Die wachsende Unsicherheit in der Automobilindustrie macht sich auch bei Jenoptik bemerkbar - 2018 hatte das Unternehmen 30 Prozent seines Umsatzes mit dieser Branche erwirtschaftet. "Wir spüren für das Geschäft der Messtechnik und Laseranlagen eine deutliche Zurückhaltung bei unseren Kunden ganz besonders in Deutschland", sagte der Jenoptik-Chef bei Vorlage der Halbjahreszahlen. In den vergangenen Wochen sei es bei den Bestellungen fast zum Stillstand gekommen. Für das laufende Jahr wird laut Traeger deshalb jetzt ein Umsatz von 850 bis 860 Millionen Euro erwartet. Das wäre im Vergleich zum Vorjahreswert von 834,6 Millionen Euro ein Anstieg von höchstens drei Prozent. Bislang war ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich angepeilt worden. Die operative Marge (Ebitda-Marge) soll jetzt bei rund 15,5 Prozent liegen - das ist der untere Bereich der bisherigen Zielspanne. DAS SAGEN DIE ANALYSTEN: Mehr als die Hälfte der Marktexperten raten, die Jenoptik-Aktie zu halten. Zwei von den bei dpa-AFX erfassten acht Analysten empfehlen den Kauf der Anteilsscheine. Lediglich einmal lautet der Rat, die Aktie zu verkaufen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 28,57 und damit rund ein Drittel über dem aktuellen Kursniveau. Allerdings liegen hier die Schätzungen zum Teil weit auseinander. So senkte die britische Investmentbank HSBC nach Halbjahreszahlen ihr Kursziel für Jenoptik von 29 auf 23 Euro und rät das Papier zu halten. Die Kennziffern sind laut Analyst Richard Schramm zwar insgesamt im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Der eingetrübte Jahresausblick des Technologie- und Rüstungskonzerns sei aber ein negatives Signal für das Folgejahr 2020. Er schraubte seine Gewinnprognosen (EPS) für die Jahre 2019 bis 2021 deutlich nach unten. Auch die Deutsche Bank reduzierte ihr Kursziel von 27 auf 25 Euro und blieb bei ihrer Empfehlung, die Aktie zu halten. Auch wenn die schlechten Nachrichten nun bekannt seien, sei es für eine positivere Haltung zu den Papieren derzeit noch zu früh, schrieb Analyst Uwe Schupp. Er verwies auf den im ersten Halbjahr gesunkenen Auftragseingang und sieht deshalb selbst die gesenkten Unternehmensziele noch in Gefahr. Der Technologiekonzern brauche nun ein Rekordhalbjahr, um die Vorgaben zu erreichen. Deutlich optimistischer zeigte sich das Analysehaus Warburg Research nach Zahlen und hob seine Empfehlung von "Hold" auf "Buy" an. Das Kursziel lautet unverändert 32 Euro. Die Aktie sei seit Mai deutlich unter Druck geraten aus Sorge, dass die Jahresziele in einem verschlechterten Konjunkturumfeld nicht erreicht würden, schrieb Analyst Malte Schaumann. Jetzt wo der neue Ausblick bekannt sei und die Auswirkungen begrenzt blieben, spreche er der weit gesunkenen Aktie des Technologiekonzerns eine Kaufempfehlung aus. Skeptisch bleibt Analyst Markus Jost vom Analysehaus Independent Research. Sein Rat lautet weiterhin, die Jenoptik-Aktie zu verkaufen. Das Kursziel senkte er von 25 auf 24,50 Euro. Die durch höhere Kosten und Investitionen beeinflussten Rückgänge auf der Ergebnisebene seien meist größer als erwartet ausgefallen, monierte er. Zudem reduzierte er seine Prognosen. DAS MACHT DIE AKTIE: Die Aktionäre haben seit einigen Monaten wenig Freude an der Jenoptik-Aktie. Seit dem Jahreshoch Ende April bei 36,80 Euro hat das Papier rund 40 Prozent an Börsenwert verloren. Seit Jahresanfang ging der Kurs der Aktie um mehr als sechs Prozent zurück. Allerdings können Anteilseigner, die Jenoptik-Aktien schon seit Jahren besitzen, eine positive Bilanz ziehen. Der Wert des Titels hat sich in den vergangenen drei Jahren um mehr als ein Drittel erhöht und kostet doppelt soviel wie vor fünf Jahren./mne/knd/fba
22.08.2019 Quelle: dpa
ROUNDUP 3: Politik will Strafzinsen für Kleinsparer einen Riegel vorschieben
(Neu: Äußerung FDP im 11. Absatz) FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung lotet ein mögliches Verbot von Strafzinsen für Kleinsparer aus. Das Finanzministerium habe eine Prüfung veranlasst, "ob es der Bundesregierung rechtlich überhaupt möglich ist, Kleinsparer vor solchen Negativzinsen zu schützen", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) der Funke Mediengruppe (Donnerstag). "Diese Prüfung ist aber kompliziert und wird etwas dauern." Zweifel an der Sinnhaftigkeit gibt es bereits. Scholz reagierte auf einen Vorstoß von CSU-Chef Markus Söder. Der bayerische Ministerpräsident hatte eine Bundesratsinitiative angekündigt mit dem Ziel, Beträge bis 100 000 Euro grundsätzlich von solchen Strafzinsen auszunehmen. Notwendig sei ein gesetzliches Verbot, die Negativzinsen auf Kleinsparer umzulegen, hatte Söder am Mittwoch gefordert. Banken müssten ihre Kosten anders ausgleichen. "Sparen muss belohnt und darf nicht bestraft werden", sagte Söder. Geschäftsbanken müssen seit Mitte Juni 2014 Zinsen zahlen, wenn sie Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken. Derzeit verlangt die EZB 0,4 Prozent Strafzinsen. Damit wollen die Währungshüter die Kreditvergabe und so die Wirtschaft im Euroraum ankurbeln. Allein Banken in Deutschland kostet der Negativzins rund 2,3 Milliarden Euro im Jahr. Einzelne Institute geben die Strafzinsen der EZB bereits seit einiger Zeit an Unternehmen oder große Investoren wie Fonds weiter. Und selbst reiche Privatkunden werden in manchem Haus zur Kasse gebeten. Das Gros der Privatkunden jedoch ist bis dato von Strafzinsen verschont geblieben - zu groß ist die Sorge, Kunden zu verprellen. Doch die Andeutung von EZB-Präsident Mario Draghi, dass die Notenbank den negativen Einlagenzins verschärfen könnte - womöglich schon in ihrer nächsten Zinssitzung am 12. September - hat die Branche alarmiert. "Es könnte sein, dass viele Banken auf Dauer nicht mehr umhinkönnen, die zusätzlichen Belastungen auch in der Breite an Privatkunden weiterzugeben", sagte jüngst der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Andreas Krautscheid. Ähnliche Stimmen kamen aus dem Lager der Genossenschaftsbanken: "Es wird für Banken immer schwerer, bei anhaltenden Negativzinsen eine angemessene Profitabilität im Kundengeschäft sicherzustellen", sagte die Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Marija Kolak, im Juli. "Insbesondere, wenn auf die Weitergabe der negativen Zinsen im Mengengeschäft verzichtet wird." Die Deutsche Kreditwirtschaft betonte nach dem Söder-Vorstoß, Banken und Sparkassen kalkulierten wie anderen Kaufleute auch ihre Preise und Entgelte auf Grundlage des Marktumfeldes in eigener Verantwortung. "Gesetzliche Verbote sind systemfremd, helfen den Kunden nicht weiter und können letztlich zu einer gefährlichen Instabilität der Finanzmärkte führen", erklärte die Interessenvertretung der Spitzenverbände von Banken und Sparkassen. Der Ökonom Marcel Fratzscher lehnt ein Verbot von Negativzinsen für Kleinsparer ab. Die Forderung sei "populistisch" und gehe "völlig an der Realität vorbei", sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) der "Passauer Neuen Presse". Auch Fratzscher warnte vor weitreichenden Folgen eines Verbots: "Im Extremfall könnte das zur Destabilisierung des deutschen Bankensystems führen." Verbraucherschützer halten ebenfalls wenig von den Erwägungen. "Ein Gesetz gegen Negativzinsen ist gut gemeint, hätte aber vor allem Symbolcharakter", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, Klaus Müller, der "Augsburger Allgemeinen". Dagegen äußerte der stellvertretende Vorsitzende der Linken-Fraktion im Bundestag, Fabio De Masi: "Strafzinsen für Kleinsparer untergraben das Vertrauen in die Einlagensicherung und gehören untersagt." Aus Sicht der FDP wäre ein Verbot von Strafzinsen für Kleinsparer völlig unzureichend. "Angesichts hunderter Milliarden, die deutsche Sparer durch die Niedrigzinsen verloren haben, wäre das bestenfalls eine Beruhigungspille", sagte FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg. Bundesfinanzminister Scholz nannte Negativzinsen eine echte Belastung für private Sparer: "Ich finde es keine gute Idee, wenn Banken Strafzinsen erheben für Guthaben auf Girokonten oder Tagesgeldkonten. Am besten wäre es, wenn die Banken das einfach lassen."/ben/DP/zb
20.08.2019 Quelle: dpa
ROUNDUP: Anruf beim Kundenberater oder Papier-Überweisung kann teuer werden
BERLIN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Gebühren fürs Geldabheben am Automaten oder für Überweisungen auf Papier: In der Zinsflaute sind Banken und Sparkassen erfinderisch geworden. Dennoch gibt es nach wie vor Kreditinstitute, die kostenlose Girokonten anbieten. Einer Auswertung der Zeitschrift "Finanztest" zufolge sind noch 22 von rund 290 Kontomodellen gratis, die die Tester bei 122 Geldhäusern unter die Lupe nahmen. Vorausgesetzt: Kunden führen dieses Konto online und nutzen es als Gehalts- oder Rentenkonto. In diesem Fall gibt es den Angaben zufolge bei den 22 Angeboten keinen monatlichen Grundpreis, alle Onlinebuchungen sind inklusive, die Girocard ist kostenlos. "Weitere 69 Girokonten sind mit Preisen von maximal 60 Euro pro Jahr noch recht günstig", heißt es in der September-Ausgabe der "Finanztest" von Stiftung Warentest. Vor der Finanzkrise im Jahr 2008 habe es noch deutlich mehr kostenlose Girokonten gegeben, berichtete Stephanie Pallasch von Stiftung Warentest: "Sie dienten in erster Linie der Kundengewinnung. Denn, wenn der Kunde als einziges Produkt nur ein kostenloses Girokonto hat, kann sich das nicht rechnen. Dahinter steckt eine Dienstleistung, die Banken und Sparkassen Geld kostet." Inzwischen setzen Niedrigzinsen und Kosten für strengere Regulierung die Finanzhäuser unter Druck. Sie treten daher auf die Kostenbremse. So sinkt die Zahl der Filialen seit Jahren. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank verringerte sich ihre Zahl im vergangenen Jahr deutlich um 2239 auf 27 887 Zweigstellen. "Der Betrieb von Filialen ist für Kreditinstitute teuer. Es ist daher im Interesse von Banken und Sparkassen, dass die Kunden ihre Bankgeschäfte online selbst erledigen", erläuterte Pallasch. Geschraubt werde derzeit vor allem an den Gebühren für Überweisungen in Papierform und beim Telefonservice, sagte die Stiftung-Warentest-Expertin. Bis zu 4,90 Euro kann "Finanztest" zufolge eine Überweisung auf Papier im Einzelfall kosten. Wer als Inhaber eines Onlinekontos mit einem Kundenberater telefonieren will, wird mitunter mit bis zu 3,50 Euro pro Telefonat zur Kasse gebeten. Ins Geld gehen kann bei einigen Online- und Direktbanken auch der Einsatz der Girocard (EC-Karte) zum Geldabheben. Gebührenfreies Bargeld gibt es bei manchen Instituten nur, wenn die Kreditkarte eingesetzt wird. Kunden müssen also intensiv Preise vergleichen, wenn sie keine unnötigen Gebühren bezahlen wollen - keine leichte Aufgabe angesichts der Vielzahl der Modelle. Nach Einschätzung Pallaschs haben Verbraucher durch die seit 2018 vorgeschriebene jährliche Entgeltinformation aber mehr Durchblick im Gebührendschungel: "Die Informationen sind transparent und gut zu finden." Neben Gebühren verlangen einige wenige Institute bereits Strafzinsen von Privatkunden für besonders hohe Guthaben auf dem Giro- oder dem Tagesgeldkonto. Künftig könnte es mehr Verbraucher treffen. So warnte der Präsident des baden-württembergischen Sparkassenverbands, Peter Schneider: Sollten Europas Währungshüter die Zinsen noch weiter senken und nicht gegensteuern, führe auf breiter Front kein Weg daran vorbei, Geld für das Aufbewahren von Guthaben zu verlangen. Banken müssen derzeit 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen, wenn sie bei der Europäischen Zentralbank (EZB) Geld parken. Die Notenbank hatte angedeutet, dieser Zins könnte verschärft werden. Damit wollen die Währungshüter die Kreditvergabe und so die Wirtschaft im Euroraum ankurbeln. "Es könnte sein, dass viele Banken auf Dauer nicht mehr umhinkönnen, die zusätzlichen Belastungen auch in der Breite an Privatkunden weiterzugeben", sagte Andreas Krautscheid, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), jüngst der Funke Mediengruppe. Schon heute koste der Strafzins die deutschen Geldhäuser rund 2,3 Milliarden Euro im Jahr. Allerdings seien die Möglichkeiten, die zusätzlichen Belastungen über Entgelte und Zinsen an die Kunden weiterzugeben, "begrenzt", stellte Krautscheid fest. "Aber der Druck steigt weiter, sie auszuschöpfen."/mar/ben/DP/stk