Optionsschein | Call | Boeing | 500,00 | 16.12.20

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  • ISIN: DE000MC0E0U9
  • Optionsschein
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Produktbeschreibung

Mit dem Optionsschein Call auf Boeing hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Bei Endfälligkeit erhält der Anleger einen Auszahlungsbetrag, der dem Produkt aus (i) Endgültigem Aktien-Kurs abzüglich des Basispreises und (ii) dem Bezugsverhältnis entspricht, umgerechnet in die Währung, in der Zahlungen unter den Wertpapieren geleistet werden (falls einschlägig).

Sollte der Endgültige Aktien-Kurs kleiner sein als der Basispreis oder diesem entsprechen, erhält der Anleger lediglich den Mindestbetrag und erleidet einen Totalverlust.

Der Basispreis wird anfänglich bestimmt und ist konstant.

Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der zugrunde liegenden Aktie am Ausübungstag.

Bei Optionsscheinen sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Optionsscheine gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

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Nachrichten und Analysen

26.03.2020 Quelle: dpa
AKTIE IM FOKUS: Aussicht auf Staatshilfe treibt Boeing nach Kurssturz weiter an
NEW YORK (dpa-AFX) - Auf die rasante Talfahrt der Boeing-Aktie im jüngsten Börsencrash folgt am Donnerstag eine Fortsetzung der beeindruckenden Erholung. Nicht zuletzt ist dies auch der Hoffnung auf Staatshilfen zu verdanken. Das Papier des schwer gebeutelten US-Flugzeugbauers, das vor etwas mehr als einer Woche auf ein Siebenjahrestief bei 89 US-Dollar gestürzt war, wurde zuletzt bereits wieder über 180 US-Dollar gehandelt. In der Spitze stieg die Aktie im Handelsverlauf bis auf 186,48 Dollar. Rund zweieinhalb Stunden nach dem US-Börsenstart legte sie noch um 15,10 Prozent auf 182,70 Dollar zu. Bis zum Vor-Krisenniveau bei rund 336 US-Dollar ist es allerdings immer noch ein weiter Weg. Laut JPMorgan-Analyst Seth Seifman hat die Boeing-Aktie ihre fulminante Erholung vor allem der Kombination aus verschiedenen Aspekten zu verdanken. Einerseits sei nach dem herben Ausverkauf eine starke umgekehrte Dynamik feststellbar. Andererseits müssten sich all jene, die die Aktie nur ausgeliehen und in Erwartung weiter fallender Kurse leer verkauft hätten, eindecken, um ihre Verluste zu begrenzen. "Fundamental betrachtet, herrscht außerdem Optimismus über eine Unterstützung durch die Regierung, wodurch einige negative Extremszenarios vom Tisch sind", schrieb Seifmann. Wo es für Boeing hingehe, hänge nun zum Teil von der Struktur der Staatshilfen ab, die wohl in den kommenden Tagen und Wochen klarer werden dürften. Auch die Barmittelgenerierung in diesem Jahr nach der Coronavirus-Zeit dürfte ausschlaggebend sein. Vor nicht allzu langer Zeit sei Boeing auf gutem Weg gewesen, um mehr als 30 US-Dollar an freiem Barmittelfluss (FCF) je Aktie zu generieren, so der JPMorgan-Experte. Dies sei allerdings vor der 737-Max-Krise gewesen - als dieser Flugzeugtyp nach zwei kurz nacheinander erfolgten Abstürzen aus dem Verkehr gezogen wurde - und vor der Coronavirus-Krise. Inzwischen seien 15 bis 20 Dollar FCF je Aktie realistischer, auch wenn dies Zeit brauchen dürfte. Zwar erwartet Seifman eine positive Geschäftsentwicklung für Boeing in den kommenden Jahren, insbesondere sobald 737er-Flugzeuge wieder ausgeliefert und ein positiver Barmittelfluss erwirtschaftet werde. "Die Kapitalstruktur bleibt aber ein Hindernis", betonte er, der die Aktie mit "Neutral" und einem Kursziel von 130 Dollar bewertet. "Boeing dürfte das Jahr 2020 mit gut über 30 Milliarden Dollar an Nettoschulden beenden oder womöglich sogar mehr als 40 Milliarden Dollar, wohingegen das Ziel jedoch wohl null sein sollte." So dürfte es wohl bis mindestens 2022 dauern, um einen FCF von rund 10 Milliarden Dollar zu erreichen und selbst mit anschließendem Wachstum werde es dauern, bis zu Schulden zurückgezahlt seien. Auch das Anlageurteil von Analyst Wolfgang Donie von der NordLB lautet für Boeing "Neutral". Zwar werde sich die ganze Industrie infolge der Virus-Krise nachhaltig verändern und kurz- bis mittelfristig zunächst deutlich schrumpfen. Die Luftfahrtbranche aber dürfte etwa doppelt so stark wie die Gesamtwirtschaft belastet werden. Das treffe dann unweigerlich auch die Flugzeughersteller, wobei Boeing hinsichtlich des Produktsortiments aktuell schwächer aufgestellt sei als Airbus. Boeing sei "durch die B737-Max-Krise ohnehin schwer belastet" und die Liquiditätssituation werde zunehmend angespannter. "Das Unternehmen als größter Exporteur der USA dürfte aber als systemrelevant eingestuft werden und bei Bedarf von staatlicher Seite entsprechend gestützt werden", erwartet er./ck/jsl/he
26.03.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 2/Split-Lösung für die Tornado-Nachfolge: Eurofighter und F-18
(neu: Reaktionen: CDU, SPD, FDP, Linke) BERLIN (dpa-AFX) - Die überalterte Tornado-Flotte der Bundeswehr soll vom Jahr 2025 an durch bis zu 90 weitere Eurofighter-Jets sowie 45 F-18-Kampflugzeuge des US-Herstellers Boeing abgelöst werden. Das US-Modell soll dabei für den elektronischen Luftkampf sowie die "Nukleare Teilhabe" Deutschlands an US-Waffen beschafft werden. Das sehen interne Planungen des Verteidigungsministeriums vor, die nach dpa-Informationen schon auf politischer Ebene sowie mit Industrievertretern besprochen wurden. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) müsse dem Plan erst noch zustimmen, hieß es im parlamentarischen Raum. Aus dem Ministerium heißt es, eine Entscheidung sei in den nächsten Tagen zu erwarten. Die Bundeswehr verfügt aktuell über insgesamt 234 Kampfflugzeuge, darunter 141 Eurofighter vom europäischen Hersteller Airbus und 93 Tornado-Jets. Der vor bald 40 Jahren eingeführte Tornado ist für die Aufgaben Luftangriff, taktische Luftaufklärung und elektronische Kampfführung zum Einsatz vorgesehen - und eben für die nukleare Abschreckung. Im Flugbetrieb sind 83 Maschinen, zehn weitere Flugzeuge werden für die Ausbildung am Boden sowie für wehrtechnische Tests genutzt. Deutschland gehört aber zu den letzten Nutzern dieses Flugzeugtyps. Der Betrieb droht deswegen bald zusätzliche Milliarden zu kosten, schon weil Ersatzteile zur Manufakturarbeit werden. Um die Nachfolge-Entscheidung, bei der es über die Jahre verteilt um einen zweistelligen Milliardenbetrag geht, hat es ein längeres Ringen gegeben. Der nun ausgehandelte Plan soll sicherheitspolitische Erfordernisse mit der Industriepolitik versöhnen, bei der es unter anderem um starke bayerische Interessen geht. Die Airbus-Rüstungssparte hat ihre Zentrale in Bayern, in Manching werden Eurofighter endmontiert. So oder so - auf der Zeitschiene wird erst eine künftige Bundesregierung die letzte Entscheidung treffen. Politisch schwierig ist das Vorhaben auch wegen der "Sonderrolle" des Tornados: Das nukleare Abschreckungskonzept der Nato sieht vor, dass Verbündete im Kriegsfall Zugriff auf Atomwaffen der USA haben, also die Bomben ins Ziel tragen können müssen. Offiziell nie bestätigt, aber doch eine Art offenes Geheimnis: In Büchel in der Eifel sollen 20 thermonukleare B61-Gravitationsbomben der US-Streitkräfte lagern, die unter deutsche Tornados geklinkt werden können. Das Thema ist für die Beistandsverpflichtungen im transatlantischen Bündnis zentral, aber: Man kann damit in Deutschland keine Punkte machen, zumal nicht als SPD-Politiker. Gerüttelt hat die Partei daran seit dem Jahr 1958 aber nicht. "Nukleare Abschreckung bleibt auf absehbare Zeit ein wesentlicher Bestandteil der europäischen Sicherheitsarchitektur. Die nukleare Teilhabe sichert Deutschland einen größeren Einfluss auf die Nuklearstrategie der Nato", erklärte SPD-Verteidigungspolitiker Fritz Felgentreu noch im Oktober der dpa. Und: "Den sollten wir nicht leichtfertig aufgeben - gerade dann nicht, wenn wir Rüstungskontrolle und Abrüstung durchsetzen wollen." Bei einem Ersatz für den Tornado verwiesen Militärplaner zuletzt auf eine Notwendigkeit, die Einsatzsicherheit mit zwei unterschiedlichen Maschinen garantieren zu können. Strategien sprechen von einem Zwei-Flottenkonzept. Eine Lösung soll nun so aussehen: Für die Nukleare Teilhabe sollen rund 30 F-18 der Version "Super Hornet" beschafft werden. Für das US-Modell spricht, dass eine Zertifizierung durch die USA problemloser möglich erscheint als beim Eurofighter, schließlich kann Washington selbst hier das Tempo bestimmen. Für den elektronischen Luftkampf - das Stören, Niederhalten und Bekämpfen gegnerischer Luftabwehrstellungen - werden zudem 15 F-18 in der Version "Growler" beschafft. Die neuen Eurofighter übernehmen die anderen Aufgaben der Tornado-Flotte: Luftaufklärung, den Einsatz konventioneller Bomben und als Jagdflugzeug. Die relativ große Stückzahl von mindestens 78 Eurofightern - womöglich aber auch über 90 - kommt zustande, weil auch Maschinen als Ersatz für ältere Eurofighter der Tranche 1 gekauft werden sollen. Der Plan soll die Interessen der europäischen Rüstungsindustrie wahren und den Blick auf das gemeinsam mit Frankreich betriebene Projekt eines neuen Luftkampfsystems ("FCAS") richten, das von 2040 an verfügbar sein soll. Zustimmung bekommt die Split-Lösung von Unionsfraktionsvize Johann Wadephul (CDU), der eine zügige Entscheidung will. "Der militärische Bedarf der Luftwaffe muss bei der Entscheidung im Vordergrund stehen", forderte er. "Bei einer Zwei-Flottenlösung wäre die Bundeswehr der größte Nutzer des Eurofighters." Dies sei ein "klares Bekenntnis zur europäischen Luftfahrtindustrie". Und: "Gleichzeitig hätte man für die besonderen Aufgaben der Luftwaffe ein erprobtes und verlässliches Modell, das kurzfristig beschafft werden könnte." Grundsatzkritik kommt von der Linken, für die Sevim Dagdelen forderte, "angesichts der Corona-Pandemie alle Rüstungsprojekte sofort auf Eis zu legen". Dagegen hält FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann Pläne für den Kauf von zwei unterschiedlichen Flugzeugtypen grundsätzlich für richtig. Unverständlich sei aber, dass nicht gleich auf das modernste und wirtschaftlich attraktive Modell F-35 gesetzt werde. "Dass endlich Bewegung in die Tornado-Nachfolge kommt, ist richtig, auch, wenn sie viel zu spät kommt", so die FDP-Politikerin. Dagegen machte die SPD - Koalitionspartner der Union - am Donnerstag deutlich, es bei dem Thema, das seit Jahren mit spitzen Fingern angefasst wird, nicht so eilig zu haben. Die Bundestagsfraktion wolle eine "sachliche und sorgfältige Erörterung der Nuklearen Teilhabe", so Fraktionsvize Gabriela Heinrich. "Alle Entscheidungen, die das Ergebnis der Debatte vorwegnehmen, wie die damit zusammenhängende Frage eines Nachfolgesystems für den Tornado, dürfen auf keinen Fall überstürzt getroffen werden." Die Frage sei auch, ob in diesen Zeiten "deutsches Steuergeld in Milliardenhöhe in die USA fließen und nicht in Arbeitsplätze in Deutschland und Europa investiert werden" solle./cn/DP/nas