Faktor-Zertifikat | 6,00 | Short | Airbus

Print
  • WKN: MC06SG
  • ISIN: DE000MC06SG2
  • Faktor-Zertifikat
Produkt ist ausverkauft - aktuell kein Kauf möglich

Verkaufen (Geld)

- EUR

08.04.2020 21:59:19

Kaufen (Brief)

- EUR

08.04.2020 21:59:19

Tägliche Änderung (Geld)

-

- EUR 08.04.2020 21:59:19

Basiswert

- EUR

- 08.04.2020 22:26:09

Wertentwicklung

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf Airbus hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
15.04.2019 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 137,08 EUR
  • 131,60 EUR
  • 0,47
  • 136,49 EUR
  • 131,03 EUR
  • 0,44

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

08.04.2020 Quelle: dpa
VIRUS/ROUNDUP 2: Airbus kappt Flugzeugproduktion um ein Drittel
(neu: Aussagen aus Telefonkonferenz zu Dauer der Produktionskürzung, Stornierungen und Verschiebung von Auslieferungen, weder Kurzarbeit noch Staatshilfe beantragt) TOULOUSE (dpa-AFX) - Der Flugzeugbauer Airbus zieht in der Corona-Krise Konsequenzen aus der klammen Lage seiner Kunden. Weil Airlines weltweit ums Überleben ringen und bestellte Passagierjets erst Monate oder Jahre später abnehmen wollen, fährt der Hersteller seine Produktion um rund ein Drittel zurück. Die Auswirkungen der Pandemie seien beispiellos, sagte Airbus-Chef Guillaume Faury am Mittwochabend in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Faury hofft, dass es in der Luftfahrt 2021 wieder aufwärts geht. Er habe jedoch "dummerweise keine Kristallkugel". Zwar habe noch keine Airline wegen des Coronavirus eine Bestellung storniert. Allerdings habe der Konzern eine "große Zahl von Anfragen", für das laufende Jahr oder auch für 2021 geplante Auslieferungen zu verschieben. Die gedrosselte Produktion soll dafür sorgen, dass Airbus gegebene Zusagen einhalten und seinen Kunden zugleich bei den Lieferzeitpunkten entgegenkommen kann. Daher sollen vom jüngsten Langstreckenjet-Modell A350 vorerst nur noch sechs neue Maschinen pro Monat die Airbus-Werkshallen verlassen. Die Produktion des modernisierten Großraumjets A330neo wird auf zwei Maschinen pro Monat gekappt. Von den seit Jahren besonders stark gefragten Mittelstreckenjets der Modellfamilie A320 und A320neo will Airbus nun monatlich nur noch 40 Exemplare bauen. Hier hatte die Airbus-Führung die Produktion ab 2021 eigentlich auf 63 Maschinen ausweiten wollen und für die folgenden Jahre weitere Steigerungen angestrebt. Noch vor wenigen Wochen hatte Faury gesagt, die Produktion in dem Segment sei bis zum Jahr 2025 ausgebucht. Seine dicken Auftragsbücher könnten dem Konzern jetzt ein Stück weit zugute kommen. Wie lange die Produktion gedrosselt bleibt und ob sie möglicherweise noch stärker gekürzt wird, wagte Faury nicht genau vorherzusagen. "Ich denke, dass die Produktionsraten zumindest für ein paar Monate so bleiben wird." Wenn sich die Lage ändere, werde man darauf entsprechend reagieren. Viele Fluggesellschaften seien derzeit damit beschäftigt, ihre Bilanzen zu stabilisieren. "Es hängt alles davon ab, inwieweit die Airlines in den kommenden Monaten sich Kreditlinien beschaffen können, um die Flugzeuge zu bezahlen", sagte der Manager. Auch Airbus versucht das Geld zusammenzuhalten und spricht nach eigenen Angaben mit der Arbeitnehmerseite darüber, wie die Folgen der Produktionskürzung sozial abgefedert werden können. Zunächst gehe es hierbei um den Abbau von Überstunden und Urlaubstagen, sagte Faury. Kurzarbeit werde für Airbus voraussichtlich erst zum Thema, falls der Konzern Werke vorläufig schließen müsse. Allerdings peilt das Management längerfristig auch grundsätzliche Kostensenkungen an, bei denen es auch um strukturelle Fragen wie den Fortbestand einzelner Standorte gehen könnte. Von staatlichen Finanzhilfen will Airbus im Gegensatz zu seinem strauchelnden US-Rivalen Boeing derzeit nichts wissen. "Wir haben nicht nach Staatshilfe für Airbus gefragt", sagte Faury. Mit Blick auf den Boeing-Konzern, mit dem sich Airbus seit Jahren über staatliche Subventionen auf beiden Seiten gestritten hatte, stellt er klar, dass man auch künftig gleiche Wettbewerbsbedingungen für beide Hersteller wolle. Boeing hatte wegen des mehr als einjährigen Flugverbots für seinen Mittelstreckenjet 737 Max schon vor der Corona-Pandemie in einer schweren Krise gesteckt. Unterdessen hielt sich Airbus im März angesichts der Krise vergleichsweise gut. So lieferte der Konzern trotz Unterbrechungen der Produktion insgesamt 36 Verkehrsflugzeuge aus. Ein Jahr zuvor seien es jedoch 55 gewesen, sagte Faury. Zugleich holte er von seinen Kunden Bestellungen für 21 Maschinen herein - Stornierungen bereits herausgerechnet. Im ersten Quartal kam der Hersteller damit auf 122 Auslieferungen und 290 Nettobestellungen. "Das erste Quartal war beim Auftragseingang stark, aber die Situation hat sich komplett geändert", sagte Faury. Seinen im Februar verkündeten Plan, im laufenden Jahr 880 Verkehrsflugzeuge auszuliefern und den operativen Gewinn zu steigern, hatte der Vorstand schon im März gestrichen. Damit der Konzern die Krise übersteht, sollen die Aktionäre auf die Dividende für 2019 verzichten. Außerdem hat sich Airbus im März eine zusätzliche Kreditlinie von mehr als 15 Milliarden Euro gesichert. Denn der weltweite Flugverkehr ist infolge der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Beschränkungen heftig eingebrochen. Die Fluggesellschaften, die die Auftragsbücher von Airbus und Boeing gefüllt haben, stecken in der womöglich schwersten Krise ihrer Geschichte. Bei der Lufthansa und ihren Tochtergesellschaften etwa stehen rund 700 der 763 Flugzeuge am Boden. Erst am Dienstag beschloss der Kranich-Konzern, seine Flotte um rund zehn Prozent zu verkleinern. Neue, zusätzliche Flugzeuge könne man in diesem Jahr gar nicht gebrauchen, hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr bereits im März gesagt. Vielen Airlines droht ohne staatliche Hilfe die Pleite. Der Weltluftfahrtverband IATA rief die Regierungen in aller Welt bereits auf, den betroffenen Unternehmen mit Finanzspritzen, Bürgschaften und anderen Erleichterungen zu helfen. Auch die Lufthansa spricht mit dem Bund über milliardenschwere Beihilfen. Lufthansa-Chef Spohr und IATA-Chef Alexandre de Juniac gehen davon aus, dass die Branche nach der Krise nicht mehr dieselbe ist wie zuvor. Auch Faury bezeichnete dies als "nicht unwahrscheinlich". Die Lufthansa-Führung erwartet, dass es Monate dauert, bis die weltweiten Reisebeschränkungen vollständig aufgehoben sind, und Jahre, bis die weltweite Nachfrage nach Flugreisen wieder das Niveau aus der Vorkrisen-Zeit erreicht./stw/he
08.04.2020 Quelle: dpa
VIRUS/ROUNDUP: Airbus kappt Flugzeugproduktion wegen Corona-Krise um ein Drittel
TOULOUSE (dpa-AFX) - Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus fährt die Produktion der Passagierflugzeuge wegen der Corona-Pandemie um rund ein Drittel zurück. Damit reagiere der Konzern auf die heftigen Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kunden, teilte der europäische Rivale des US-Konzerns Boeing am Mittwochabend in Toulouse mit. Die Auswirkungen der Pandemie seien beispiellos, sagte Airbus-Chef Guillaume Faury. Die Fluggesellschaften seien von der Krise schwer getroffen. Daher sollen vom jüngsten Langstreckenjet-Modell Airbus A350 vorerst monatlich nur noch sechs neue Maschinen die Werkshallen verlassen. Die Produktion des modernisierten Großraumjets A330neo wird auf zwei Maschinen pro Monat gekappt. Von den Mittelstreckenjets der Modellfamilie A320 und A320neo sollen monatlich nur noch 40 Exemplare gebaut werden. Hier hatte die Airbus-Führung die Produktion ab 2021 eigentlich auf 63 Maschinen ausweiten wollen und für die folgenden Jahre weitere Steigerungen angestrebt. Noch vor wenigen Wochen hatte Faury gesagt, die Produktion in dem Segment sei bis zum Jahr 2025 ausgebucht. Airbus versucht nun das Geld zusammenzuhalten und spricht nach eigenen Angaben mit den Arbeitnehmervertretern darüber, wie die Folgen der Produktionskürzung sozial abgefedert werden können. Zudem peilt das Management längerfristige Kostensenkungen an. Im März hielt sich Airbus trotz der Krise noch vergleichsweise gut. So lieferte der Konzern trotz Unterbrechungen der Produktion insgesamt 36 Verkehrsflugzeuge aus. Zugleich holte er netto 21 Neubestellungen herein. Stornierungen sind dabei bereits herausgerechnet. Im ersten Quartal kam der Hersteller damit auf 122 Auslieferungen und 290 Nettobestellungen. Seinen im Februar verkündeten Plan, im laufenden Jahr 880 Verkehrsflugzeuge auszuliefern und den operativen Gewinn zu steigern, hatte der Vorstand allerdings schon im März gestrichen. Damit der Konzern die Krise übersteht, sollen die Aktionäre auf die Dividende für 2019 verzichten. Außerdem hat sich Airbus im März eine zusätzliche Kreditlinie von mehr als 15 Milliarden Euro gesichert. Denn der weltweite Flugverkehr ist infolge der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Beschränkungen heftig eingebrochen. Die Fluggesellschaften, die die Auftragsbücher von Airbus und Boeing gefüllt haben, stecken in der womöglich schweren Krise ihrer Geschichte. Bei der Lufthansa und ihren Tochtergesellschaften etwa stehen rund 700 der 763 Flugzeuge am Boden. Erst am Dienstag beschloss der Kranich-Konzern, seine Flotte um rund zehn Prozent zu verkleinern. Vielen Airlines droht ohne staatliche Hilfe die Pleite. Der Weltluftfahrtverband IATA rief die Regierungen in aller Welt bereits auf, den betroffenen Unternehmen mit Finanzspritzen, Bürgschaften und anderen Erleichterungen zu helfen. Auch die Lufthansa spricht mit dem Bund über milliardenschwere Beihilfen. IATA-Chef Alexandre de Juniac und Lufthansa-Chef Carsten Spohr gehen davon aus, dass die Branche nach der Krise nicht mehr dieselbe ist wie zuvor. Die Lufthansa-Führung erwartet, dass es Monate dauert, bis die weltweiten Reisebeschränkungen vollständig aufgehoben sind, und Jahre, bis die weltweite Nachfrage nach Flugreisen wieder das Niveau aus der Vorkrisen-Zeit erreicht./stw/jha/
07.04.2020 Quelle: dpa
VIRUS/ROUNDUP 3: Lufthansa startet Schrumpfprozess - Germanwings am Boden
(neu: neue Stellungnahme Cockpit) FRANKFURT/KÖLN (dpa-AFX) - In der Corona-Krise streicht die Lufthansa ihre Flotte zusammen. Mindestens 42 Jets der Kerngesellschaft Lufthansa und der Eurowings sollen dauerhaft stillgelegt werden, wie das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Zudem werden Leasingverträge für alle angemieteten Flieger gekündigt, was zusammen eine Reduzierung der Flotte mit bislang 763 Flugzeugen um rund 10 Prozent ergibt. Zudem soll der Flugbetrieb der Kölner Tochter Germanwings nicht wieder aufgenommen werden, wie Lufthansa mitteilte. Dies bedeute aber keineswegs, dass die rund 1400 Beschäftigten ihre Jobs verlieren, stellten Unternehmenssprecher klar. Vielmehr solle nun mit den Sozialpartnern über die Optionen verhandelt werden. Zu möglichen Staatsbeihilfen der Regierungen in Berlin, Brüssel, Wien und Bern machte Lufthansa keine Angaben. Bislang gibt es für die 500 Piloten und 900 Flugbegleiter der Germanwings noch keine Vereinbarung zur Kurzarbeit, so dass sie vorerst die vollen Bezüge erhalten, ohne zu fliegen. Hier sind schnelle Verhandlungen zu erwarten. Die Gewerkschaften hatten befürchtet, dass das Unternehmen und die Jobs schnell abgewickelt werden sollten. Das sei nun keineswegs so, erklärte der Sprecher der Kabinengewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies. Aus seiner Sicht müsse kein einziger Flugbegleiter gehen, wenn klug über kollektive Lösungen nachgedacht und die natürliche Fluktuation genutzt werde. Für Verhandlungen stehe man zeitnah zur Verfügung. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) verurteilte die Einstellung des Germanwings-Flugbetriebs. Lufthansa habe eine fertig ausverhandelte Vereinbarung zur Kurzarbeit ausgeschlagen und offenbar die Lage genutzt, um die Umstrukturierung des Konzerns auf dem Rücken der Mitarbeiter voranzutreiben. Gelebte Sozialpartnerschaft sehe gerade in Krisenzeiten anders aus, erklärte VC-Präsident Markus Wahl. Man erwarte Lösungen für alle Mitarbeiter im Lufthansa-Konzern. Bereits vor der Corona-Krise hatte Lufthansa für die Touristiktochter Eurowings das Ziel formuliert, ihre bislang wesentlich auf drei Flugbetriebe verteilte Flotte auf einen zu konzentrieren. Dazu gehört auch die einstmals selbstständige Marke Germanwings mit noch rund 30 Flugzeugen. "Der Flugbetrieb der Germanwings wird beendet", hieß es in der Erklärung. Klar ist bereits, dass die Marke Eurowings mit 13 Flugzeugen weniger an den Neustart gehen wird. Bei der Kerngesellschaft Lufthansa sollen dauerhaft 18 Langstreckenflugzeuge und elf Mittelstreckenjets am Boden bleiben. Darunter sind sechs Maschinen des Superjumbos Airbus A380, die ohnehin ab 2022 an den Hersteller Airbus zurückgehen sollten. Zudem werden verbrauchsungünstige Jets wie die Boeing 747 und die Airbus A340 ausgemustert. Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelte weiterhin das Ziel, möglichst vielen eine Weiterbeschäftigung innerhalb der Lufthansa Group zu bieten, erklärte der Konzern. Dazu solle über neue Beschäftigungsmodelle verhandelt werden. Auch für die übrigen Töchter Brussels, Austrian und Swiss kündigte der Konzern Flugzeugstilllegungen beziehungsweise verzögerte Auslieferungen an, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Zugleich wurden sämtliche Mietverträge mit anderen Fluggesellschaften gekündigt. Diese hatten im so genannten Wet-Lease auch die Besatzungen gestellt. Mit der Verkleinerung der Flotte und dem eingeleiteten Ende der Germanwings rammt die Lufthansa-Führung erste Pflöcke für die nächsten Jahre ein, die für Unternehmen und Beschäftigte äußerst hart werden könnten. Nach Einschätzung des Vorstands wird es Monate dauern, bis die weltweiten Reisebeschränkungen vollständig aufgehoben sind, und Jahre, bis die weltweite Nachfrage nach Flugreisen wieder das Niveau aus der Vorkrisen-Zeit erreicht. Schon bei der Bilanzvorlage am 19. März hatte Vorstandschef Carsten Spohr einschneidende Veränderungen für Branche und Konzern vorausgesagt: "Wir haben eine kleinere Lufthansa-Gruppe vor uns." Auch der Chef des Weltluftfahrtverbands IATA, Alexandre de Juniac, zeigte sich am Dienstag überzeugt, dass die Airline-Branche nach der Krise nicht mehr dieselbe sein wird wie zuvor. Wegen der weltweiten Reisebeschränkungen sieht er 25 Millionen Arbeitsplätze in aller Welt in Gefahr - bei den Airlines selbst und in den von ihnen abhängigen Branchen wie der Touristik. In Europa wären der IATA zufolge etwa 5,6 Millionen Jobs rund um das Fluggeschäft bedroht, falls die weltweiten Reisebeschränkungen drei Monate lang anhielten. Für die rund 12 000 Beschäftigten der Lufthansa Technik AG wurde in Hamburg Kurzarbeit bis Ende August vereinbart. Um die Auswirkungen auf die Mitarbeiter möglichst gering zu halten, werde das Kurzarbeitergeld vom Unternehmen auf 90 Prozent des Nettogehalts aufgestockt, bei leitenden Mitarbeitern auf 80 Prozent. Ähnliche Regelungen würden bei den mehr als 30 internationalen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften angestrebt./ceb/stw/egi/DP/nas