Faktor-Zertifikat | 8,00 | Short | LVMH

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  • WKN: MC02S6
  • ISIN: DE000MC02S67
  • Faktor-Zertifikat
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Basiswert

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Wertentwicklung

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf LVMH hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf LVMH hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
06.12.2019 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 445,48 EUR
  • 427,65 EUR
  • 0,0029
  • 443,23 EUR
  • 425,49 EUR
  • 0,0029
25.04.2019 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 392,72 EUR
  • 377,01 EUR
  • 0,0443
  • 390,30 EUR
  • 374,69 EUR
  • 0,0426

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

17.04.2020 Quelle: dpa
GESAMT-ROUNDUP: LVMH und L'Oreal hoffen auf bessere Chinageschäfte - Kursplus
PARIS (dpa-AFX) - Für die französischen Luxus- und Kosmetikkonzerne LVMH und L'Oreal könnte es im virusbedingt angeschlagenen Chinageschäft womöglich schon bald wieder aufwärts gehen. Nachdem die Umsätze beider Unternehmen im ersten Quartal erwartungsgemäß eingeknickt sind, gaben die Unternehmen im Rahmen ihrer Zahlenvorlage am Donnerstagabend unabhängig voneinander einigen Anlass zur Hoffnung. An der Börse erhielten die Aktien damit frischen Schub und erholten sich weiter von ihrem Corona-Crash. "Unsere Erfahrung in China ist sehr interessant", sagte L'Oreal-Konzernchef Jean-Paul Agon bei einer Telefonkonferenz. "Was wir gesehen haben ist, dass China recht schnell zurückgekommen ist beim Konsum von Schönheitsprodukten." Man sei auf dem Weg, im aktuellen Monat die China-Umsätze um fünf bis zehn Prozent zu steigern. Im ersten Quartal legten die Erlöse dort um 6,4 Prozent zu. LVMH hofft seinerseits laut offizieller Mitteilung auf eine schrittweise Erholung ab Mai oder Juni. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete allerdings, dass das Geschäft von LVMH in China nach der Wiederöffnung der Läden kräftig angezogen hat. So sei zum Beispiel der Umsatz in Louis-Vuitton-Filialen in den vergangenen drei Wochen im Vergleich zum Vorjahr um rund 50 Prozent gestiegen, hieß es in dem Bloomberg-Bericht unter Berufung auf eine Person, die mit den Zahlen vertraut ist. Die Konzernspitze hielt sich dennoch sehr bedeckt und trat auf die Euphoriebremse. "Die Krise ist extrem heftig", sagte LVMH-Finanzvorstand Jean Jacques Guiony in einer Telefonkonferenz. Sie hinterlasse tiefe Spuren in allen Bereichen und werde die Investitionen des Konzerns lange beeinflussen. So will der Konzern die Bilanz schonen - und auch die Aktionäre bekommen es direkt zu spüren. Die Gewinnbeteiligung für das vergangene Jahr soll nur noch 4,80 Euro je Aktie betragen. Ende Januar hatte LVMH noch eine Dividende von 6,80 Euro in Aussicht gestellt. Größter Aktionär von LVMH ist Konzernchef Bernard Arnault selbst. Er kontrolliert fast die Hälfte der Anteile des französischen Unternehmens, das nach einem starken Anstieg des Aktienkurses in den vergangenen Jahren etwas mehr als 175 Milliarden Euro wert ist. Der Finanzdatenanbieter Bloomberg beziffert das Nettovermögen Arnaults auf knapp 75 Milliarden Dollar - er ist damit der reichste Europäer in der Aufstellung und nach dem Amazon-Chef Jeff Bezos und Microsoft-Gründer Bill Gates weltweit die Nummer drei. Eine an die Situation angepasste Prognose will das LVMH-Management noch nicht abgeben. Da derzeit viele Fabriken und Läden des Konzerns geschlossen sind und es unklar ist, wie sich die Krise entwickelt, sei es dafür noch zu früh. Klar sei aber, dass das zweite Quartal trotz der Hoffnung auf eine Besserung immer noch stark von der Pandemie betroffen sein wird, hieß es. Im ersten Quartal sank der Umsatz bereinigt um die Effekte von Übernahmen und Wechselkursumrechnungen um 17 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. Bereits Ende März hatte das Unternehmen hier vor einem Rückgang von bis zu 20 Prozent gewarnt. Besonders heftig war der Einbruch in Asien, wo der Erlös außerhalb Japans um ein Drittel sank. In Japan und Europa verringerte sich der Umsatz um zehn Prozent und in den USA um acht Prozent. Bei L'Oreal fiel der Erlösrückgang mit 4,3 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro nicht ganz so drastisch aus. Das Unternehmen hat neben Schönheits- und Luxusartikeln auch Produkte für medizinische Hautpflege im Sortiment, die vor allem in Apotheken verkauft werden. Zudem liefert L'Oreal Handdesinfektionsmittel für Arztpraxen, Krankenhäuser und Pflegeheime. In dem Bereich liefen die Geschäfte denn auch rund mit einem Umsatzwachstum von fast 12 Prozent. Auch insgesamt habe sich L'Oreal besser entwickelt als die Kosmetikbranche, die im gleichen Zeitraum um rund acht Prozent zurückgegangen sei, sagte Konzernchef Agon. Was die Entwicklung und die Aussagen zum China-Geschäft der Konzerne angeht, zeigten sich mehrere Analysten positiv überrascht. Die April-Zahlen seien ermutigend, schrieb etwa Loïc Morvan vom Analysehaus Bryan Garnier in einer Einschätzung zu LVMH. Auch bei Goldman Sachs habe man damit nicht gerechnet, hieß es in einer Studie von Expertin Louise Singlehurst, die in dem Zusammenhang das Kursziel für die Aktie erhöhte. Einige Experten hoben zudem die besser als erwartet ausgefallene Entwicklung im Geschäft mit Mode und Lederwaren hervor. Und L'Oreal erhielt von der Deutschen Bank ein Lob für die Finanzstärke, mit der der Konzern den Corona-Sturm nicht nur meistern, sondern auch sich bietende Chancen nutzen könne. An der Börse landeten die Papiere der beiden Konzerne auf den vorderen Rängen im Eurostoxx 50. In der Spitze gewannen LVMH rund sechs Prozent dazu, bei L'Oreal waren es etwa fünf Prozent. Auch LVMH-Rivale Kering profitierte von den Aussagen und legte sogar um sieben Prozent zu. Allerdings hat Kering im Corona-Crash, der die Finanzmärkte seit dem 24. Februar fest im Griff hat, mit etwa 38 Prozent in der Spitze auch am meisten eingebüßt. Die stärkste Erholung seit dem Tief verzeichnete wiederum die Aktie von L'Oreal. Seit dem Crash liegt sie nur noch zu rund sechs Prozent im Minus./kro/men/jha/
17.04.2020 Quelle: dpa
WDH/ROUNDUP: Corona-Krise drückt L'Oreal-Umsatz - China lässt aber hoffen
(Im letzten Satz des ersten Absatzes wird klargestellt, dass sich die Aussage auf den laufenden Monat bezieht.) CLICHY (dpa-AFX) - Der französische Kosmetikkonzern L'Oreal hat wegen der Corona-Pandemie im ersten Quartal erwartungsgemäß weniger umgesetzt. Besonders von der Krise betroffen war das Luxussegment sowie das Friseurgeschäft, wie das EuroStoxx-50-Schwergewicht am Donnerstagabend nach Ende des Börsenhandels in Clichy mitteilte. Konzernchef Jean-Paul Agon machte aber mit Blick auf die Entwicklung in China Mut. "Was wir gesehen haben, ist dass China recht schnell zurückgekommen ist beim Konsum von Schönheitsprodukten", sagte er bei einer Telefonkonferenz. Man sei auf dem Weg, im aktuellen Monat die China-Umsätze um fünf bis zehn Prozent zu steigern. "Unsere Erfahrung in China ist sehr interessant", sagte er. Sie könne ein Hinweis auf die Entwicklung in anderen Teilen der Welt sein. An der Börse wurden die Aussagen positiv aufgenommen. Die vom Corona-Crash ohnehin bisher kaum getroffene Aktie legte in einem freundlichen Umfeld in den ersten Handelsminuten um bis zu fünf Prozent zu. L'Oreal ist mit einem Börsenwert von etwas mehr als 140 Milliarden Euro derzeit der zweitwertvollste Konzern der Eurozone. Nur der Luxusgüterhersteller LVMH ist noch mehr wert - dieser hatte am Donnerstag auch Umsatzdaten vorgelegt und dabei hoffnungsvolle Aussagen zu China getroffen. Die LVMH-Aktie zog ebenfalls kräftig an. Da L'Oreal neben Schönheits- und Luxusartikeln auch Produkte für die medizinische Hautpflege im Sortiment hat, fiel der Umsatzrückgang des Konzerns zum Jahresauftakt vergleichsweise milde aus. Die Erlöse sanken im ersten Quartal um 4,3 Prozent auf rund 7,2 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis betrug das Minus 4,8 Prozent. Damit habe sich L'Oreal besser entwickelt als die Kosmetikbranche, die im gleichen Zeitraum um rund 8 Prozent zurückgegangen sei, sagte Jean-Paul Agon. Das Luxussegment litt dabei unter der Schließung von Parfümerien und Kaufhäusern in vielen Ländern und verzeichnete 8 Prozent weniger Umsatz. Der Profibereich musste wegen geschlossener Friseurläden ein Minus von rund 10 Prozent hinnehmen. Im klassischen Massengeschäft sanken die Erlöse um lediglich 3,5 Prozent. Einzig das Geschäft mit medizinischer Hautpflege konnte zulegen - um fast 12 Prozent. Die Produkte werden vor allem in Apotheken verkauft, zudem liefert das Unternehmen Handdesinfektionsmittel für Arztpraxen, Krankenhäuser und Pflegeheime./zb/jha/mis
17.04.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP: Corona-Krise drückt L'Oreal-Umsatz - Erfahrung in China lässt hoffen
CLICHY (dpa-AFX) - Der französische Kosmetikkonzern L'Oreal hat wegen der Corona-Pandemie im ersten Quartal erwartungsgemäß weniger umgesetzt. Besonders von der Krise betroffen war das Luxussegment sowie das Friseurgeschäft, wie das EuroStoxx-50-Schwergewicht am Donnerstagabend nach Ende des Börsenhandels in Clichy mitteilte. Konzernchef Jean-Paul Agon machte aber mit Blick auf die Entwicklung in China Mut. "Was wir gesehen haben, ist dass China recht schnell zurückgekommen ist beim Konsum von Schönheitsprodukten", sagte er bei einer Telefonkonferenz. Man sei auf dem Weg, im März die China-Umsätze um fünf bis zehn Prozent zu steigern. "Unsere Erfahrung in China ist sehr interessant", sagte er. Sie könne ein Hinweis auf die Entwicklung in anderen Teilen der Welt sein. An der Börse wurden die Aussagen positiv aufgenommen. Die vom Corona-Crash ohnehin bisher kaum getroffene Aktie legte in einem freundlichen Umfeld in den ersten Handelsminuten um bis zu fünf Prozent zu. L'Oreal ist mit einem Börsenwert von etwas mehr als 140 Milliarden Euro derzeit der zweitwertvollste Konzern der Eurozone. Nur der Luxusgüterhersteller LVMH ist noch mehr wert - dieser hatte am Donnerstag auch Umsatzdaten vorgelegt und dabei hoffnungsvolle Aussagen zu China getroffen. Die LVMH-Aktie zog ebenfalls kräftig an. Da L'Oreal neben Schönheits- und Luxusartikeln auch Produkte für die medizinische Hautpflege im Sortiment hat, fiel der Umsatzrückgang des Konzerns zum Jahresauftakt vergleichsweise milde aus. Die Erlöse sanken im ersten Quartal um 4,3 Prozent auf rund 7,2 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis betrug das Minus 4,8 Prozent. Damit habe sich L'Oreal besser entwickelt als die Kosmetikbranche, die im gleichen Zeitraum um rund 8 Prozent zurückgegangen sei, sagte Jean-Paul Agon. Das Luxussegment litt dabei unter der Schließung von Parfümerien und Kaufhäusern in vielen Ländern und verzeichnete 8 Prozent weniger Umsatz. Der Profibereich musste wegen geschlossener Friseurläden ein Minus von rund 10 Prozent hinnehmen. Im klassischen Massengeschäft sanken die Erlöse um lediglich 3,5 Prozent. Einzig das Geschäft mit medizinischer Hautpflege konnte zulegen - um fast 12 Prozent. Die Produkte werden vor allem in Apotheken verkauft, zudem liefert das Unternehmen Handdesinfektionsmittel für Arztpraxen, Krankenhäuser und Pflegeheime./zb/jha/
17.04.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP: LVMH senkt wegen Corona-Krise Dividende - China-Hoffnung treibt Kurs
PARIS (dpa-AFX) - Die weltweite Corona-Pandemie trifft den französischen Luxusgüterkonzern LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton ("Kenzo", "Fendi") mit voller Wucht. Der Umsatz bricht ein, die Dividende wird gekappt, Investitionen werden gekürzt und auch sonst muss der in den vergangenen Jahren so erfolgreiche Konzern an allen Ecken und Enden sparen, um die Folgen der Krise abzufedern. Hoffnung macht aber die Entwicklung in China, wo das Geschäft vor allem am Anfang des Jahres stark gelitten hatte. Dort habe sich die Lage zuletzt zumindest wieder etwas erholt, teilte das EuroStoxx-50-Schwergewicht am Donnerstag nach Ende des Börsenhandels in Paris mit. Damit zeigte sich das Unternehmen in puncto China offiziell vorsichtig optimistisch. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete aber, dass das Geschäft von LVMH in dem weltgrößten Markt für Luxusgüter nach der Wiederöffnung der Läden dort kräftig angezogen hat. So sei zum Beispiel der Umsatz in Louis-Vitton-Filialen in den vergangenen drei Wochen im Vergleich zum Vorjahr um rund 50 Prozent gestiegen, hieß es in dem Bloomberg-Bericht unter Berufung auf eine Person, die mit den Zahlen vertraut ist. Der Kurs der von der Krise bisher ohnehin vergleichsweise milde getroffenen LVMH-Aktie legte am Freitag in den ersten Handelsminuten bis zu sechs Prozent zu. Die Konzernspitze hielt sich nach Vorlage der Quartalszahlen aber sehr bedeckt und trat auf die Euphoriebremse. "Die Krise ist extrem heftig", zeigte sich LVMH-Finanzvorstand Jean Jacques Guiony bei einer Telefonkonferenz zurückhaltender. Sie hinterlasse tiefe Spuren in allen Bereichen und werde die Investitionen des Konzerns lange beeinflussen. So will der Konzern die Bilanz schonen - und auch die Aktionäre bekommen es direkt zu spüren. So soll die Gewinnbeteiligung für das vergangene Jahr nur noch 4,80 Euro je Aktie betragen. Ende Januar hatte LVMH noch eine Dividende von 6,80 Euro in Aussicht gestellt. Der Umsatz sank im im ersten Quartal bereinigt um die Effekte von Übernahmen und Wechselkursumrechnungen um 17 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. Das ist allerdings keine große Überraschung mehr, nachdem das Unternehmen bereits Ende März mitgeteilt hatte, dass der Erlös um bis zu 20 Prozent zurückgehen könnte. Besonders heftig war der Rückgang in Asien, wo der Erlös außerhalb Japans um ein Drittel sank. In Japan und Europa ging der Umsatz um zehn Prozent zurück und in den USA um acht Prozent. Da in Europa und den Vereinigten Staaten die Corona-Krise erst ab Ende Februar beziehungsweise Mitte März ihre volle Wucht entfaltet hat, werden die Folgen bei beiden Unternehmen allerdings vor allem im zweiten Quartal zu sehen sein. Da derzeit viele Fabriken und Läden des Konzerns geschlossen sind und es unklar ist, wie sich die Krise entwickelt, sie es zu früh, eine Prognose abzugeben, sagte der LVMH-Manager. Ende Januar war das Management um den Konzernchef und Großaktionär Bernard Arnault für das Jahr 2020 vorsichtig optimistisch, obwohl China schon vom Virus getroffen wurde. Damals sah LVMH die Unruhen in Hongkong, einem wichtigen Absatzmarkt des Konzerns, als größtes Problem an - von diesen war in der Mitteilung zum Umsatz im ersten Quartal keine Rede mehr. Arnault verzichtet wegen der Krise auf sein Gehalt für die Monate April und Mai. Außerdem werde er für das Gesamtjahr keine variable Vergütung erhalten. Auch andere Topmanager würden ihre Einkünfte vermindern. Für Arnault ist der Verzicht mehr eine Geste - schließlich zählt er zu den reichsten Menschen weltweit. Er kontrolliert fast die Hälfte der Anteile des französischen Unternehmens, das nach einem starken Anstieg des Aktienkurses in den vergangenen Jahren etwas mehr als 175 Milliarden Euro wert ist. Der Finanzdatenanbieter Bloomberg beziffert das Nettovermögen Arnaults auf knapp 75 Milliarden Dollar - er ist damit der reichste Europäer in der Aufstellung und nach dem Amazon-Chef Jeff Bezos und Microsoft-Gründer Bill Gates weltweit die Nummer drei. LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton ist nach eigenen Angaben der weltweit führende Luxusgüterkonzern und damit ein Aushängeschild der französischen Wirtschaft. Zu der Gruppe gehören auch Champagnerhäuser wie Veuve Clicquot Ponsardin oder Krug. Zudem will LVMH den berühmten US-Juwelier Tiffany für rund 16 Milliarden Dollar kaufen. Finanzvorstand Guiony betonte, dass der Konzern an diesem Plan festhält. Die LVMH-Aktie gab in dem Corona-Crash, der die Finanzmärkte seit dem 24. Februar fest im Griff hat, bis Freitagvormittag um rund 11 Prozent nach und zählte damit noch zu den besten Werten im Eurozonen-Auswahlindex, der seitdem rund ein Viertel einbüßte. Das Papier des französischen Unternehmens gehört mittel- und langfristig zu den besten Titeln am Aktienmarkt. So stieg der Kurs in den vergangenen fünf zehn Jahren um rund 100 Prozent und über ein Jahrzehnt gesehen summiert sich das Kursplus auf mehr als 335 Prozent./zb/he/mis