Faktor-Zertifikat | 4,00 | Short | Zoom Video Communications

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  • WKN: MA0D43
  • ISIN: DE000MA0D439
  • Faktor-Zertifikat
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Wertentwicklung

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf Zoom Video Communications hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf Zoom Video Communications hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.
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Nachrichten und Analysen

07.07.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 2: Internetriesen fürchten drakonisches Sicherheitsgesetz in Hongkong
(neu: Deutsche Kritik (6. und 7. Absatz), Zoom und Linkedin (2. Absatz).) HONGKONG (dpa-AFX) - Aus Angst vor dem neuen Gesetz zum Schutz der nationalen Sicherheit in Hongkong gehen große Internetkonzerne auf Distanz zu Strafverfolgern in Chinas Sonderverwaltungsregion. Die populäre internationale Videoplattform TikTok kündigte am Dienstag an, sich ganz vom Hongkonger Markt zurückzuziehen. Das chinesische Mutterhaus ByteDance bestätigte nach Medienberichten, dass der internationale TikTok-Dienst "angesichts der jüngsten Ereignisse" in Hongkong eingestellt werde. Die zensierte und in der kommunistischen Volksrepublik verfügbare chinesische Plattform-Version "Douyin" werde in der asiatischen Wirtschaftsmetropole aber weiter betrieben. Internetkonzerne und Plattformen wie Facebook, WhatsApp, Google, Twitter, Telegram, Zoom und Linkedin kündigten an, mögliche Anfragen Hongkonger Behörden nach Daten von Nutzern vorerst nicht zu beantworten. Facebook will vorher Menschenrechtsexperten zu den Auswirkungen des neuen Gesetzes konsultieren. Die Videoplattform Zoom will die Lage prüfen, einschließlich "potenzieller Vorgaben der US-Regierung", wie die Zeitung "Hong Kong Free Press" zitierte. Wenn die Unternehmen nicht kooperieren, könnten ihre Dienste in Hongkong wie auch heute schon in der Volksrepublik geblockt werden. Das Gesetz sieht vor, dass Dienste-Anbieter auf Anfrage "Identifikationsnachweise oder Hilfe bei der Entschlüsselung zur Verfügung stellen" müssten. Das weitgehende, drakonische Gesetz richtet sich gegen Aktivitäten, die aus Pekinger Sicht als separatistisch, subversiv und terroristisch betrachtet werden. Es gibt chinesischen Sicherheitsorganen weitreichende und unkontrollierte Vollmachten in Hongkong, ermöglicht eine Auslieferung nach China und sieht als Höchststrafe lebenslange Haft vor. Seit der Rückgabe an China 1997 wurde die ehemals britische Kronkolonie nach dem Grundsatz "ein Land, zwei Systeme" als eigenes Territorium autonom regiert. Mit dem Gesetz und dem eigenmächtigen Einsatz der chinesischen Staatssicherheit in Hongkong werden die bisher gewährten Freiheiten und Rechte der sieben Millionen Hongkonger nach Einschätzung von unabhängigen Juristen aber stark beschnitten. Kritiker sehen heute nur noch "ein Land, ein System". Die Geheimhaltung um das Gesetz und seine Umsetzung dauert weiter an. Regierungschefin Carrie Lam betonte, dass die dafür neu geschaffene Sicherheitskommission in Hongkong geheim arbeiten werde. Auch beantwortete sie besorgte Fragen von Journalisten über die Zukunft der Pressefreiheit nur ausweichend. Sie wolle keine Garantie geben, weil die Journalisten ihr auch keine 100-prozentige Garantie geben würden, dass sie nicht gegen das Gesetz verstoßen würden. "Die Hongkonger Sicherheitsbehörden nutzen ihr selbst geschaffenes rechtsstaatliches Vakuum durch die noch immer unveröffentlichten Einzelheiten des Sicherheitsgesetzes, um mit völlig unberechenbarer Willkür vorzugehen", kritisierte die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses des Bundestages, Gyde Jensen (FDP). "Die ist natürlich kalkuliert, um maximale Angst in der Bevölkerung zu streuen und das freiheitliche Erbe der Stadt zu vernichten." Jensen kritisierte Untätigkeit seitens der Bundesregierung und der EU. Die USA, Großbritannien und Australien hätten Konsequenzen gezogen. Jetzt seien sogar Konzerne wie Facebook und Telegram "weiter als die deutsche Bundesregierung und die EU", hob die Menschenrechtspolitikerin hervor. Berlin betreibe eine "beschämende Konfrontationsvermeidung" gegenüber Peking. Mit dem Rückzug von TikTok aus Hongkong demonstriert der chinesische Internetkonzern ByteDance einmal mehr seine schon länger laufenden Bemühungen, die internationale Plattform von der chinesischen Version zu trennen. Das chinesische Unternehmen wird im Ausland wegen einer möglichen Nähe zu Chinas Behörden und dem Umgang mit persönlichen Daten mit Argwohn betrachtet. In den Spannungen um den Grenzstreit mit China hatte Indien sogar TikTok und 58 andere chinesische Apps verboten, was zu Milliardenverlusten für ByteDance führen dürfte./lw/DP/men
03.07.2020 Quelle: dpa
Datenschutzbeauftragte setzt bei gängigen Videosystemen Ampel auf rot
BERLIN (dpa-AFX) - Die führenden Videokonferenzsysteme wie Microsoft Teams,, Skype, Zoom; Google Meet, GoToMeeting, Blizz und Cisco WebEx sind bei einem Kurztest der Berliner Datenschutzbeauftragten Maja Smoltczyk alle durchgefallen. "Leider erfüllen einige der Anbieter, die technisch ausgereifte Lösungen bereitstellen, die datenschutzrechtlichen Anforderungen bisher nicht", erklärte sie. In einem Bericht wurden diese Systeme alle mit einer "roten Ampel" versehen. "Bei rot markierten Anbietern liegen Mängel vor, die eine rechtskonforme Nutzung des Dienstes ausschließen und deren Beseitigung vermutlich wesentliche Anpassungen der Geschäftsabläufe und/oder der Technik erfordern", heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung. Mit einer "grünen Ampel" wurden in dem Kurztest kommerziell bereitgestellte Instanzen der Open-Source-Software Jitsi Meet bewertet, etwa der Service von Netways oder sichere-videokonferenz.de. Ein positives Urteil erhielten auch die Tixeo Cloud, BigBlueButton von Werk21 sowie Wire. Bei den Lösungen der führenden US-Anbieter machten Smoltczyk und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor allem Mängel in der Rechtskonformität der angebotenen Auftragsverarbeitungsverträge aus. Mit einer "gelben Ampel" versah Smoltczyk unter anderem den Service Cisco WebEx, wie er über die Deutsche Telekom bereit gestellt wird. Hier habe man ebenfalls Mängel im Auftragsverarbeitungsvertrag, unzulässige Einschränkungen des Weisungsrechts sowie unklare Regelungen zu Datenexporten vorgefunden, die eine rechtskonforme Nutzung des Dienstes ausschließe. Im Gegensatz zur "roten Ampel" sei hier aber eine Beseitigung der Mängel "vermutlich ohne wesentliche Anpassungen der Geschäftsabläufe und der Technik möglich". Die Telekom hat bereits Änderungen im Kleingedruckten angekündigt. Mit "gelb" wurden auch freie Instanzen von Jitsi bewertet, die unter anderem von Universitäten und dem Chaos Computer Club bereit gestellt werden. Hier fehle in der Regel ein Auftragsverarbeitungsvertrag. Unter den Landesdatenschutzbeauftragten hat sich Smoltczyk einen Namen als Kritikerin von etablierten Videokonferenzsystemen gemacht und zunächst nur Negativ-Checklisten mit Kriterien veröffentlicht, die den Einsatz der Systeme ausschließen. Dagegen setzten sich Firmen wie Microsoft zur Wehr. Politiker wie der digitalpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Jens Zimmermann, forderte die Datenschutzbeauftragten auf, für jedes verbotene Tool ein Werkzeug vorzuschlagen, das bedenkenlos eingesetzt werden kann./chd/DP/zb
18.06.2020 Quelle: dpa
Gratis-Nutzer von Zoom bekommen nun doch Komplett-Verschlüsselung
SAN JOSE (dpa-AFX) - Der Videokonferenzdienst Zoom wird in einer Kehrtwende nun doch auch Gratis-Nutzern die Absicherung mit Komplett-Verschlüsselung anbieten. Von ihnen sollen dafür aber zusätzliche Informationen wie die Bestätigung einer Telefonnummer verlangt werden, wie Firmenchef Eric Yuan ankündigte. Das sei eine gängige Maßnahme, um Missbrauch zu verhindern. Bei sogenannter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sind Inhalte grundsätzlich nur für die Teilnehmer im Klartext zugänglich, aber nicht für die Plattform. Zoom hatte die Funktion ursprünglich gar nicht. Die Übertragung ist zwar verschlüsselt, aber Zoom hatte auch die Schlüssel - zum Beispiel, um die Einwahl per Telefonanruf zu ermöglichen. Nach Kritik kündigte Zoom die Einführung von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für zahlende Nutzer an. Vor wenigen Wochen bekräftigte Yuan noch, dass es dabei auch bleiben werde. "Gratis-Nutzern wollen wir das ganz bestimmt nicht geben, weil wir etwa mit dem FBI und örtlichen Polizeibehörden zusammenarbeiten wollen, wenn Leute Zoom für schlechte Zwecke missbrauchen", hatte er Anfang Juni bei der Vorlage aktueller Quartalszahlen gesagt. Zoom stellte nach dieser Äußerung klar, dass Ermittler - wie auch bei anderen Unternehmen - nur mit richterlichem Beschluss Zugang zu Informationen bekommen. Nun folgt auch das Umdenken bei den Gratis-Nutzern. Tech-Konzerne, die zum Datenschutz die sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einsetzen - etwa Apple oder Facebook beim Chatdienst WhatsApp - werden regelmäßig von Behörden kritisiert, mit dem Vorwurf, dies behindere die Aufklärung von Straftaten. Yuan zeigte sich nun überzeugt, dass mit den vorgesehenen Verifikationsmaßnahmen ein Missbrauch der Verschlüsselung vermieden oder bekämpft werden könne. Zoom war eigentlich für Unternehmen gedacht. In der Corona-Krise stieg aber nicht nur der Einsatz im Homeoffice, sondern auch die Nutzung durch Privatleute sowie für Sportkurse, Gottesdienste oder Bildung. Im April gab es in der Spitze bis zu 300 Millionen Teilnahmen an Videokonferenzen täglich - im Vergleich zu 10 Millionen noch im Dezember./so/DP/eas
16.06.2020 Quelle: dpa
ZOOM IM FOKUS: Homeoffice-Profiteur im Kreuzfeuer der Kritik
SAN JOSE (dpa-AFX) - Der amerikanische Videokonferenz-Dienst Zoom hat vom wachsenden Bedarf in der Corona-Krise besonders profitiert. Laut eigener Angaben stieg die tägliche Teilnehmerzahl in Zoom-Konferenzen von 10 Millionen vor der Krise auf bis zu 300 Millionen im April. Doch für Zoom lief es nicht nur rund - Sicherheitsprobleme und zuletzt Zensurvorwürfe sorgten für heftige Kritik. Was bei dem Unternehmen los ist, wie sich die Aktie bewegt und was die Analysten sagen: WAS BEI ZOOM LOS IST: Die Corona-Pandemie hat den Trend zum Homeoffice beschleunigt und damit auch den Bedarf an Online-Videokonferenz-Diensten ruckartig hochschnellen lassen. Zoom hat von diesem unverhofften Rückenwind profitiert. Das Unternehmen hob zudem einige Beschränkungen für die Gratis-Version des Dienstes auf, was die sprunghaft steigende Verwendung durch Einzelnutzer zusätzlich befeuert haben dürfte. Trotz gestiegener Kosten für die Infrastruktur wuchs nicht nur der Umsatz zwischen Februar und April im Jahresvergleich um fast 170 Prozent auf 328 Millionen Dollar. Auch unterm Strich blieb dabei auch deutlich mehr übrig, und zwar rund 27 Millionen Dollar nach nur rund 200 000 Dollar ein Jahr zuvor. Für das laufende zweite Quartal geht das Unternehmen von weiteren Steigerungen aus. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand mit Erlösen von bis zu 1,8 Milliarden Dollar (rund 1,6 Mrd Euro), rund dreimal mehr als im vergangenen Geschäftsjahr 2019/20, das Ende Januar abgeschlossen wurde. Seitdem sich allerdings die Nutzung abseits von gesicherten Firmennetzen ausbreitet, rückt Zoom zunehmend in den Fokus von Sicherheitsexperten. Diese bemängeln unter anderem die fehlende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Kommunikation, wie sie von vergleichbaren Diensten wie WhatsApp oder Skype bereitgestellt wird. Hierdurch ist die Kommunikation prinzipiell für Dritte zugänglich. Zoom reagierte auf die Kritik unter anderem mit dem Kauf des Verschlüsselungs-Startups Keybase, das mit seinem Knowhow zur Verbesserung des Angebots beitragen soll. Davon sollen jedoch laut Gründer und Chef Eric Yuan nur die zahlenden Firmenkunden profitieren. "Gratis-Nutzern wollen wir das ganz bestimmt nicht geben, weil wir etwa mit dem FBI und örtlichen Polizeibehörden zusammenarbeiten wollen, wenn Leute Zoom für schlechte Zwecke missbrauchen", sagte er in einer Videokonferenz mit Analysten Anfang Juni. Tech-Konzerne, die zum Datenschutz die sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einsetzen - etwa Apple oder Facebook beim Chatdienst WhatsApp -, werden regelmäßig von Behörden kritisiert, mit dem Vorwurf, dies behindere die Aufklärung von Straftaten. Aber nicht nur in den USA zeigt sich Zoom versöhnlich den Behörden gegenüber. Auch in China kooperierte das Unternehmen und blockierte Nutzer auf Wunsch der chinesischen Führung. Zoom argumentiert, sich als globales Unternehmen an die Gesetze der jeweiligen Länder halten zu müssen. Eine zusätzliche Software soll es in Zukunft auch ermöglichen, Teilnehmer nach ihrem jeweiligen Standort aus Videotreffen auszuschließen. Sollte China jedoch Forderungen stellen, die Personen außerhalb Chinas betreffen, so soll dem nicht mehr nachgegangen werden. Internet-Experten verwiesen unter anderem darauf, dass ein großer Teil der Produktentwicklung in China stattfinde und das Unternehmen damit leicht unter Druck gesetzt werden könne. Wie Zoom jedoch bereits Mitte Mai mitteilte, sollen in den kommenden Jahren zwei neue Entwicklungsstandorte in den USA mit bis zu 500 Softwareentwicklern aufgebaut werden. WAS DIE AKTIE MACHT: Die erst seit April 2019 an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Zoom-Aktie stieg alleine in diesem Jahr um rund 350 Prozent. Zum Wochenbeginn erreichte das Papier mit knapp 240 Dollar abermals ein Rekordhoch. Der Börsenwert beläuft sich nach dem kometenhaften Aufstiegs auf rund 67 Milliarden Dollar. Die Kurs-Rally ist umso beeindruckender, als sie völlig konträr zum globalen Ausverkauf an den Börsen verlief. Am 24. Februar, als der vom Coronavirus ausgelöste Crash begann, waren die Zoom-Aktien noch für gut 100 Dollar zu haben. Als der US-Technologie-Index Nasdaq 100 am 23. März das Crash-Tief erreichte, war der Zoom-Kurs bereits um rund 60 Prozent nach oben geschnellt. Anleger strichen zwar zwischenzeitlich immer wieder Kursgewinne ein, diese Schwächephasen wurden aber nur für neue Käufe genutzt. So ging es in den Monaten April, Mai und Juni immer weiter nach oben. Für Anleger, die die Papiere zum Börsengang vor gut einem Jahr zu 36 Dollar je Aktie gezeichnet hatten, hat sich der Wert dieses Investments inzwischen mehr als versechsfacht. WAS DIE ANALYSTEN SAGEN: Ob der Höhenflug für den Videokonferenz-Dienst auch nach dem Abklingen der Corona-Krise und des damit weit verbreiteten Homeoffice-Betriebs anhalten wird, darüber sind sich die Analysten uneins. Das von durchschnittliche Kursziel der 30 von Bloomberg erfassten Experten liegt mit 205 Dollar etwas unter dem aktuell erreichten Niveau. Derzeit empfehlen zwölf Analysten das Papier zum Kauf, 13 haben ein "Neutral"-Votum und fünf raten zum Verkauf. Einig sind sich die Experten hingegen in ihren Reaktionen auf die Anfang Juni veröffentlichten Zahlen für das erste Quartal. Diese hätten signifikant über den Markterwartungen gelegen, schrieb Heather Bellini, Analystin der US-Großbank Goldman Sachs. Doch trotz des enormen Wachstums und der Marktführerschaft könne sie den Kauf der Aktie weiterhin nicht empfehlen. Denn die Bewertung kurz nach Veröffentlichung der Zahlen berücksichtige diese positiven Aspekte bereits. Ihr Kursziel hob die Analystin dennoch von 90 auf 154 Dollar, was jedoch weit unter dem aktuellen Kurs liegt. Auch Brad Zelnick von der Schweizer Großbank Credit Suisse blies in dieses Horn. Er gehe mit dem Ende der Pandemie von einem schwächeren Wachstum aus und sehe die zukünftige Expansion in der Internet-Telefonie. Im Gegensatz zum Videodienst gebe es für "Zoom Phone" jedoch einen stärkeren Wettbewerb und das Geschäft könne nicht so sehr von Netzwerkeffekten profitieren. Auch Zelnick behielt daher seine Verkaufsempfehlung bei und hob sein Kursziel lediglich von 105 auf 160 Dollar an. Einzig die Experten von JPMorgan hielten eine Zeitenwende für gekommen. Laut JPMorgan-Experte Analyst Sterling Auty hat sich durch die Corona-Krise etwas grundsätzlich verändert. Er glaube zukünftig an eine Nutzung von Videokonferenzen in einem breiteren Anwendungsgebiet. Mit seiner klaren Kaufempfehlung unterstrich Auty seinen Optimismus. Das um 60 Dollar angehobene Kursziel von 220 Dollar wurde hingegen bereits im Verlauf Veröffentlichungstages der Studie erreicht./ssc/bek/knd/fba/zb
12.06.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 2/Kontroverse um Zoom: Video-Plattform blockt Nutzer auf Pekings Wunsch
(neu: Reaktionen Ex-Studentenführer, 4. und 5. Absatz) PEKING (dpa-AFX) - Die populäre Konferenz-Plattform Zoom hat eingeräumt, drei Videotreffen chinesischer Menschenrechtsaktivisten in den USA und Hongkong auf Druck der Regierung in Peking geblockt und die Konten der Gastgeber geschlossen zu haben. Das in San José in Kalifornien ansässige US-Unternehmen teilte mit, die Konten seien aber wieder aktiviert worden. Allerdings wird die Plattform nach eigener Darstellung auch in Zukunft den Anweisungen chinesischer Stellen über "illegale" Aktivitäten folgen, will aber Konten und Aktivitäten außerhalb Chinas nicht mehr beschränken. "Über die nächsten Tage" werde eine Software entwickelt, die es ermöglichen solle, Teilnehmer nach ihrem jeweiligen Standort aus Videotreffen ausschließen zu können. "Das ermöglicht es uns, Forderungen lokaler Behörden zu erfüllen, wenn diese Aktivitäten auf unserer Plattform als illegal innerhalb ihrer Grenzen betrachten." Forderungen der chinesischen Regierung, die Einfluss auf jemanden außerhalb Chinas haben, soll demnach nicht mehr nachgegangen werden. Das Vorgehen der Plattform stößt auf scharfe Kritik. Es betraf Gedenkveranstaltungen für die Opfer der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung 1989 in China. Chinesische Stellen hätten von Zoom verlangt, diese Videotreffen im Mai und Anfang Juni zu unterbinden und die Konten der Gastgeber zu deaktivieren, weil diese Aktivitäten "in China illegal" seien, räumte Zoom ein. Bei einem der Treffen sei nichts unternommen worden, weil kein Teilnehmer aus China stammte. Der in den USA im Exil lebende Ex-Studentenführer Wang Dan zeigte sich "geschockt und empört". Chinas Regierung greife weltweit die Demokratie an und mische sich in den USA ein. "Die Welt sollte dieser Gefahr gegenüber wachsam sein." US-Unternehmen sollten sich an amerikanische Gesetze halten. "Alle Tätigkeiten, die das liberale demokratische System verletzen, um Unternehmensgewinne zu erzielen, sind ein Verstoß gegen nationale amerikanische Interessen." Die Organisation "Humanitarian China" warf Zoom vor, sich zum Komplizen der kommunistischen Führung gemacht zu haben, "die Erinnerung an das Massaker von Tian'anmen auszulöschen". Die in den USA ansässige Gruppe des chinesischen Bürgerrechtlers und ehemaligen Studentenführers Zhou Fengsuo, dessen Konto gesperrt wurde, hatte ein Gedenken von 250 Teilnehmern zum 4. Juni 1989 organisiert. Mit der Zunahme der Videokonferenzen durch die Corona-Pandemie ist die Zahl der Zoom-Nutzer weltweit in kurzer Zeit von 10 auf 300 Millionen emporgeschnellt. Internet-Experten äußerten schon mehrfach Sicherheitsbedenken über Zoom. Es wurde auch darauf verwiesen, dass ein großer Teil seiner Produktentwicklung in China stattfindet und das Unternehmen damit leicht unter Druck gesetzt werden könne. Die Regierung in Taiwan erlaubt ihren Beamten keine Zoom-Konferenzen. Zoom argumentiert, sich als globales Unternehmen an die Gesetze in den jeweiligen Ländern halten zu müssen. "Wir bemühen uns, unsere Maßnahmen darauf zu begrenzen, die notwendig sind, um örtliche Gesetze zu erfüllen", hieß es. "Unsere Antwort hätte keine Auswirkungen auf Nutzer außerhalb Festlandchinas haben sollen." Zoom erlaubt seit Mai ohnehin keine individuellen Konten mehr in China, so dass diese auch keine Videotreffen organisieren können. Eine Teilnahme ist weiter möglich. Das Unternehmen verkauft allerdings Konten an Firmen mit Geschäftslizenzen in China. Wie andere große Internetunternehmen ist damit auch Zoom zwischen die Fronten der Zensur in China und der freien Meinungsäußerung im Westen geraten. So sind etwa Google, Facebook, Twitter und andere soziale Medien in China gesperrt, weil sie sich nicht selbst zensieren wollen. Ohnehin ist Chinas Internet weitgehend vom weltweiten Netz abgekoppelt. Viele internationale Medien oder chinakritische Webseiten sind geblockt. Apple hat beispielsweise Tunneldienste zur Umgehung dieser "Großen Firewall" auf Pekings Druck hin aus seinem chinesischen App-Store genommen./lw/DP/jha