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- 19.02.2019 22:25:52

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19.02.2019 Quelle: dpa
AKTIE IM FOKUS 2: Weiter sehr hohe Kursausschläge bei Wirecard
FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Papiere von Wirecard sind weiterhin nichts für Anleger mir schwachen Nerven: Im frühen Dienstagshandel schossen die Anteile des Zahlungsabwicklers in der Spitze zunächst um fast 10 Prozent hoch bis auf 126,20 Euro. Damit setzten sie ihre Vortages-Rally fort, als ein von der Finanzaufsicht Bafin verhängtes Leerverkaufsverbot den Aktien einen Zuwachs von 15 Prozent beschert hatte. Im weiteren Verlauf am Dienstag schwankten die Anteile sehr stark zwischen 116 und fast 123 Euro und dämmten ihr Kursplus zeitweise auf nur noch fast 1 Prozent ein. Zuletzt standen sie mit fast 4 Prozent im Plus und kosteten 119,40 Euro. Die Bafin hatte am Montag Spekulanten den Wind aus den Segeln genommen, die auf einen fallenden Wirecard-Kurs setzen wollen. Für zwei Monate ist es nun verboten, neue Netto-Leerverkaufspositionen in Aktien der Wirecard AG zu begründen oder bestehende Netto-Leerverkaufspositionen zu erhöhen. "Ein generelles Verbot von Leerverkäufen für Aktien sollte es nicht geben, denn das wäre ein direkter Eingriff in die Funktionalität der Märkte und könnte zu einer Reduzierung der Handelsvolumina an den Börsen führen", gab Analyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets zu Bedenken. "Die Preisfindungsfunktion der Börsen wäre beeinträchtigt." Es sei aber durchaus richtig, bei Verdacht auf Marktmanipulation Leerverkäufe in einer Aktie zeitweise zu verbieten. Bei Wirecard stünden nun Hedgefonds unter Druck, so Stanzl. Der Experte hält einen heftigen "Short Squeeze" für denkbar, der den Wirecard-Kurs sogar kurzfristig wieder an die 200-Marke heranführen könnte und damit an das Rekordhoch von 199 Euro aus dem September 2018. Von einem "Short Squeeze" ist dann die Rede, wenn Anleger, die auf fallende Kurse gesetzt haben, diese Aktienpositionen durch Käufe am Markt wieder eindecken müssen. Analyst Sebastien Sztabowicz von Kepler Cheuvreux beließ in einer aktuellen Studie sein Kursziel für Wirecard sogar bei 225 Euro und rät entsprechend weiter zum Kauf. Der Wirecard-Konzern, dessen Aktien erst seit September 2018 Mitglied im Dax sind, steht wegen Vorwürfen der "Financial Times" ("FT") bezüglich zweifelhafter Geschäftspraktiken unter Druck. Die Papiere waren im Februar im Tief bis auf 86 Euro eingebrochen. Wirecard dementiert die Vorwürfe der "FT"./ajx/la/fba
18.02.2019 Quelle: dpa
ROUNDUP: Aufsicht und Staatsanwalt reagieren auf Wirecard-Kursturbulenzen
MÜNCHEN/ASCHHEIM (dpa-AFX) - Nach dem Kursbeben bei Wirecard gehen die Münchner Staatsanwaltschaft und die Finanzaufsicht Bafin weiter gegen mutmaßliche Kursmanipulationen vor. Die Bafin untersagte am Montag weitere Spekulationen auf fallende Aktienkurse bei dem im deutschen Leitindex Dax notierten Zahlungsdienstleister. Ab sofort sei es für zwei Monate verboten, neue Netto-Leerverkaufspositionen in Aktien der Wirecard AG zu begründen oder bestehende Netto-Leerverkaufspositionen zu erhöhen, teilte die Behörde in Bonn mit. Es bestehe das Risiko, dass sich die Marktverunsicherung ausweite. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt im Zusammenhang mit mutmaßlichen Manipulationen des Aktienkurses inzwischen gegen einen Journalisten der "Financial Times". Es liege die Strafanzeige eines Anlegers vor, "aufgrund der Strafanzeige haben wir ein Ermittlungsverfahren eingetragen", teilte die Staatsanwaltschaft mit. Mehrere Berichte der "Financial Times" hatten den Aktienkurs des Zahlungsdienstleisters in den vergangenen Wochen immer wieder stark fallen lassen. In den Artikeln werden einem Wirecard-Mitarbeiter Kontomanipulationen und Dokumentfälschungen vorgeworfen. Es wird zudem der Vorwurf von Scheinumsätzen mit verschobenen Geldern erhoben. Wirecard dementiert, dass Regelverstöße festgestellt wurden. Die Staatsanwaltschaft hat eigenen Angaben zufolge keinen Anfangsverdacht auf Manipulationen durch die Konzernspitze. Doch die Aktie schwankte nach den Veröffentlichungen extrem - was für einen Dax-Wert eher selten ist. Über sogenannte Leerverkäufe sollen davon auch Spekulanten profitiert haben, die auf fallende Kurse der Aktie gesetzt haben. Der Staatsanwaltschaft liegt eigenen Angaben zufolge die Aussage eines Kaufinteressenten von Wirecard-Aktien vor, der Informationen über einen bevorstehenden Bericht der "FT" erhalten haben soll. Solche Informationen hätten dazu genutzt werden können, auf die fallenden Kurse zu setzen. Der erste kritische Bericht war am 30. Januar erschienen. Die Finanzaufsicht Bafin hat vor allem ab dem 1. Februar und an den Tagen danach deutlich steigende Leerverkaufspositionen festgestellt. Die "FT" wies am Montag laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg Manipulationsvorwürfe als "unbegründet" und "falsch" zurück. Die Bafin untersucht derzeit, ob es sich um eine gezielte Attacke von Spekulanten handelte. Auch die Münchner Staatsanwaltschaft hatte bereits ein Ermittlungsverfahren wegen Kursmanipulation gegen unbekannt eingeleitet. Wegen angeblicher Verstöße gegen Wertpapiergesetze wurden bereits erste Sammelklagen in den USA eingereicht, die sich aber gegen Wirecard richteten. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) begrüßte den Schritt der Bafin vom Montag. "Damit besteht endlich die Chance, in Ruhe zu analysieren, was an den erhobenen Vorwürfen dran ist", teilte DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler mit. "Wirecard muss die Zeit aber nun auch nutzen, die Karten auf den Tisch zu legen. Die Vorfälle hätten gezeigt, dass man "klare, börsenunabhängige Vorschriften" brauche, wann der Kurs einer Aktie auszusetzen sei./maa/men/DP/fba
18.02.2019 Quelle: dpa
Staatsanwalt ermittelt gegen einen 'FT'-Journalisten wegen Wirecard
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Im Zusammenhang mit mutmaßlichen Manipulationen des Wirecard-Aktienkurses ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft gegen einen Journalisten der "Financial Times" (FT). Es liege die Strafanzeige eines Anlegers gegen den Journalisten vor, "aufgrund der Strafanzeige haben wir ein Ermittlungsverfahren eingetragen", teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit. Es liege zudem die Aussage eines Kaufinteressenten von Wirecard-Aktien vor, der Informationen über einen bevorstehenden Bericht der "FT" über das Unternehmen erhalten haben soll. Die "Financial Times" hat in den vergangenen Tagen und Wochen mehrere Berichte veröffentlicht mit dem Vorwurf von Kontomanipulationen und Dokumentfälschungen gegen einen Mitarbeiter des Zahlungsdienstleisters. Darin werden dem Unternehmen Scheinumsätze mit verschobenen Geldern vorgeworfen. Wirecard dementiert, dass Regelverstöße festgestellt wurden. Die Staatsanwaltschaft hat eigenen Angaben zufolge keinen Anfangsverdacht auf Manipulationen durch die Konzernspitze. Doch die Aktie schwankte in den darauffolgenden Tagen extrem. Derart große Schwankungen sind bei Dax-Unternehmen sehr ungewöhnlich. Deshalb prüft die Finanzaufsicht Bafin derzeit, ob es sich um eine gezielte Attacke von Spekulanten handelte. Auch die Münchner Staatsanwaltschaft hatte bereits ein Ermittlungsverfahren wegen Kursmanipulation gegen unbekannt eingeleitet. Wegen angeblicher Verstöße gegen Wertpapiergesetze wurden aber bereits erste Sammelklagen in den USA eingereicht. Die Bafin hat am Montag zudem neue Spekulationen auf fallende Aktienkurse bei Wirecard untersagt. Ab sofort sei es für zwei Monate verboten, neue Netto-Leerverkaufspositionen in Aktien der Wirecard AG zu begründen oder bestehende Netto-Leerverkaufspositionen zu erhöhen, teilte die Behörde in Bonn mit./maa/DP/jha