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Heute 27.02.2020 12:36:33 Quelle: dpa
ROUNDUP: Probleme im Geschäft mit holzbearbeitender Industrie belasten Dürr
BIETIGHEIM-BISSINGEN (dpa-AFX) - Der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr hat im vergangenen Jahr unter den Problemen im Geschäft mit Maschinen für die holzbearbeitende Industrie gelitten. Während das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 16 Prozent auf 196 Millionen Euro absackte, brach der Überschuss sogar um rund ein Fünftel auf 130 Millionen Euro ein, wie der MDax-Konzern am Donnerstag in Bietigheim-Bissingen bei der Vorlage vorläufiger Jahreszahlen mitteilte. Die Ebit-Marge sank im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt auf 5,0 Prozent ab. Am Kapitalmarkt kamen die Nachrichten dennoch gut an. Wohl auch deshalb, da Dürr 2019 sowohl beim Umsatz als auch beim Auftragseingang zulegen konnte. Mit einem Plus von zuletzt 2 Prozent gehörte die Dürr-Aktie am Mittag zu den besten Werten im MDax. 2019 hatten die Papiere allerdings ein leichtes Minus von einem halben Prozent verzeichnet, während der Index der mittelgroßen Unternehmen im selben Zeitraum rund ein Drittel zugelegt hatte. Auf längere Sicht sieht die Entwicklung noch negativer aus: In den zurückliegenden 5 Jahren beziffert sich der Kursverlust bei Dürr auf rund 40 Prozent. Die Erlöse stiegen 2019 auch dank guter Geschäfte in der Umwelttechnik und im Bereich Elektromobilität um etwas mehr als ein Prozent auf 3,9 Milliarden Euro, lagen aber unter den Erwartungen der Analysten, die etwas mehr auf dem Zettel hatten. Bei den Auftragseingängen verzeichnete das Unternehmen ein Plus von 3,7 Prozent auf knapp 4,1 Milliarden Euro. Konzernchef Ralf Dieter betonte, dass die Elektromobilität für Dürr eine "große Chance" sei und verwies darauf, dass der Konzern von Effizienzsteigerungen im Automobil-Anlagenbau profitiert habe. Bei der Tochter Homag würden Optimierungsprojekte vorangetrieben. Daher erwartet Dieter ab 2021 deutliche Ertragssteigerungen und Wachstumschancen. Im vergangenen Jahr hatte Dürr verkündet, dass bei Homag rund 350 von 4100 Stellen gestrichen werden und die Produktion im niedersächsischen Hemmoor eingestellt wird. Nach außerordentlich starken Vorjahren sei die Nachfrage aus der Möbelindustrie nun deutlich geringer. Ein Programm zur Effizienzsteigerung soll einmalig rund 40 Millionen Euro kosten, der größte Teil davon fiel bereits 2019 an. Die Homag Group stellt Maschinen und Anlagen für die Möbel- und Holzbauindustrie her. Im Umwelttechnik-Geschäft profitierte Dürr dagegen vor allem vom Zukauf der 2018 erworbenen Megtec/Universal-Gruppe aus den USA. Im Lackierrobotergeschäft verzeichnete das Unternehmen aus Baden-Württemberg laut eigenen Angaben einen Rekordauftragseingang. Der Auftragseingang habe insgesamt die Markterwartungen übertroffen, befand Analyst Peter Rothenaicher von der Baader Bank. Zudem sei die Prognose für den Auftragseingang in diesem Jahr "fundiert" und der Ausblick für 2020 vorsichtig optimistisch, ergänzte er. Aus Sicht von Stefan Augustin vom Analysehaus Pareto Securities hat der Maschinen- und Anlagenbauer das Jahr 2019 stark abgeschlossen und der Ausblick sei besser als befürchtet. Für das Jahr 2020 peilt Dürr eine Ebit-Marge von 5,2 bis 5,7 Prozent an und damit weniger als ursprünglich geplant. Der Konzern hatte aber bereits im Sommer ein dickes Fragezeichen hinter sein ursprüngliches Renditeziel von 7 bis 8 Prozent gesetzt und angekündigt, es zu überprüfen. Der Umsatz soll 2020 zwischen 3,9 und 4,1 Milliarden Euro liegen. Für die weitere Zukunft hat sich Dürr eine deutliche Ergebnisverbesserung zum Ziel gesetzt. 2021 soll die operative Ebit-Marge 7,0 bis 7,5 Prozent betragen, mittelfristig liegt das Ebit-Margen-Ziel dann bei mindestens 8 Prozent. Die momentan abschätzbaren Auswirkungen des Coronavirus seien im Ausblick für 2020 berücksichtigt, hieß es. Im ersten Quartal rechnet der Konzern wegen des Coronavirus mit einer deutlichen Ergebnisbelastung. Sollte sich die Lage im zweiten Quartal wieder normalisieren, sollten die Einbußen im weiteren Jahresverlauf aber wieder aufgeholt werden können. Die endgültigen Zahlen für 2019 will Dürr am 20. März veröffentlichen./eas/mne/jha/
Heute 27.02.2020 12:26:34 Quelle: dpa
DGAP-Stimmrechte: LEG Immobilien AG (deutsch)
LEG Immobilien AG: Veröffentlichung gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung ^ DGAP Stimmrechtsmitteilung: LEG Immobilien AG LEG Immobilien AG: Veröffentlichung gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung 27.02.2020 / 12:26 Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. --------------------------------------------------------------------------- Stimmrechtsmitteilung 1. Angaben zum Emittenten Name: LEG Immobilien AG Straße, Hausnr.: Hans-Böckler-Straße 38 PLZ: 40476 Ort: Düsseldorf Deutschland Legal Entity Identifier (LEI): 391200SO40AKONBO0Z96 2. Grund der Mitteilung X Erwerb bzw. Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten Erwerb bzw. Veräußerung von Instrumenten Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte X Sonstiger Grund: Freiwillige Konzernmitteilung wegen Schwellenberührung auf Ebene Tochterunternehmen 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen Juristische Person: BlackRock, Inc. Registrierter Sitz, Staat: Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 19.02.2020 6. Gesamtstimmrechtsanteile Anteil Anteil Summe Anteile Gesamtzahl der Stimmrechte Instrumente (Summe 7.a. + Stimmrechte nach (Summe 7.a.) (Summe 7.b.1.+ 7.b.) § 41 WpHG 7.b.2.) neu 7,55 % 0,07 % 7,61 % 69009836 letzte 7,66 % 0,04 % 7,70 % / Mittei- lung 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG) ISIN absolut in % direkt zugerechnet direkt zugerechnet (§ 33 WpHG) (§ 34 WpHG) (§ 33 WpHG) (§ 34 WpHG) DE000LEG1110 0 5209152 0 % 7,55 % Summe 5209152 7,55 % b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG Art des Instruments Fälligkeit Ausübungszeit- Stimmrech- Stimm- / Verfall raum / te rechte Laufzeit absolut in % Rückübertragungsan- N/A N/A 31726 0,05 % spruch aus Wertpapierleihe Summe 31726 0,05 % b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG Art des Fällig- Ausübungs- Barausgleich Stimm- Stimm- Instru- keit / zeitraum / oder physische rechte rechte ments Verfall Laufzeit Abwicklung absolut in % Contract N/A N/A Bar 13851 0,02 % for Difference Summe 13851 0,02 % 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen, die Stimmrechte des Emittenten (1.) halten oder denen Stimmrechte des Emittenten zugerechnet werden. X Vollständige Kette der Tochterunternehmen, beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen: Unternehmen Stimmrechte Instrumente Summe in %, in %, wenn 3% in %, wenn 5% wenn 5% oder höher oder höher oder höher BlackRock, Inc. % % % Trident Merger LLC % % % BlackRock Investment % % % Management, LLC - % % % BlackRock, Inc. % % % BlackRock Holdco 2, Inc. % % % BlackRock Financial % % % Management, Inc. - % % % BlackRock, Inc. % % % BlackRock Holdco 2, Inc. % % % BlackRock Financial % % % Management, Inc. BlackRock Realty Advisors, % % % Inc. - % % % BlackRock, Inc. % % % BlackRock Holdco 2, Inc. % % % BlackRock Financial % % % Management, Inc. BlackRock Capital Holdings, % % % Inc. BlackRock Advisors, LLC % % % - % % % BlackRock, Inc. % % % BlackRock Holdco 2, Inc. % % % BlackRock Financial % % % Management, Inc. BlackRock Holdco 4, LLC % % % BlackRock Holdco 6, LLC % % % BlackRock Delaware Holdings % % % Inc. - % % % BlackRock, Inc. % % % BlackRock Holdco 2, Inc. % % % BlackRock Financial % % % Management, Inc. BlackRock International % % % Holdings, Inc. BR Jersey International % % % Holdings L.P. BlackRock (Singapore) Holdco % % % Pte. Ltd. BlackRock (Singapore) % % % Limited - % % % BlackRock, Inc. % % % BlackRock Holdco 2, Inc. % % % BlackRock Financial % % % Management, Inc. BlackRock Holdco 4, LLC % % % BlackRock Holdco 6, LLC % % % BlackRock Delaware Holdings % % % Inc. BlackRock Fund Advisors % % % - % % % BlackRock, Inc. % % % BlackRock Holdco 2, Inc. % % % BlackRock Financial % % % Management, Inc. BlackRock Holdco 4, LLC % % % BlackRock Holdco 6, LLC % % % BlackRock Delaware Holdings % % % Inc. BlackRock Institutional % % % Trust Company, National Association - % % % BlackRock, Inc. % % % BlackRock Holdco 2, Inc. % % % BlackRock Financial % % % Management, Inc. BlackRock International % % % Holdings, Inc. BR Jersey International % % % Holdings L.P. BlackRock Australia Holdco % % % Pty. Ltd. BlackRock Investment % % % Management (Australia) Limited - % % % BlackRock, Inc. % % % BlackRock Holdco 2, Inc. % % % BlackRock Financial % % % Management, Inc. BlackRock International % % % Holdings, Inc. BR Jersey International % % % Holdings L.P. BlackRock (Singapore) Holdco % % % Pte. Ltd. BlackRock HK Holdco Limited % % % BlackRock Asset Management % % % North Asia Limited - % % % BlackRock, Inc. % % % BlackRock Holdco 2, Inc. % % % BlackRock Financial % % % Management, Inc. BlackRock Holdco 4, LLC % % % BlackRock Holdco 6, LLC % % % BlackRock Delaware Holdings % % % Inc. BlackRock Institutional % % % Trust Company, National Association SAE Liquidity Fund (GenPar), % % % LLC - % % % BlackRock, Inc. % % % BlackRock Holdco 2, Inc. % % % BlackRock Financial % % % Management, Inc. BlackRock International % % % Holdings, Inc. 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BlackRock Holdco 3, LLC % % % BlackRock Cayman 1 LP % % % BlackRock Cayman West Bay % % % Finco Limited BlackRock Cayman West Bay IV % % % Limited BlackRock Group Limited % % % BlackRock International % % % Limited - % % % BlackRock, Inc. % % % BlackRock Holdco 2, Inc. % % % BlackRock Financial % % % Management, Inc. BlackRock International % % % Holdings, Inc. BR Jersey International % % % Holdings L.P. BlackRock Holdco 3, LLC % % % BlackRock Cayman 1 LP % % % BlackRock Cayman West Bay % % % Finco Limited BlackRock Cayman West Bay IV % % % Limited BlackRock Group Limited % % % BlackRock Finance Europe % % % Limited BlackRock (Netherlands) B.V. % % % - % % % BlackRock, Inc. % % % BlackRock Holdco 2, Inc. % % % BlackRock Financial % % % Management, Inc. BlackRock International % % % Holdings, Inc. BR Jersey International % % % Holdings L.P. BlackRock Holdco 3, LLC % % % BlackRock Cayman 1 LP % % % BlackRock Cayman West Bay % % % Finco Limited BlackRock Cayman West Bay IV % % % Limited BlackRock Group Limited % % % BlackRock Finance Europe % % % Limited BlackRock Advisors (UK) % % % Limited - % % % BlackRock, Inc. % % % BlackRock Holdco 2, Inc. % % % BlackRock Financial % % % Management, Inc. BlackRock International % % % Holdings, Inc. BR Jersey International % % % Holdings L.P. BlackRock Holdco 3, LLC % % % BlackRock Cayman 1 LP % % % BlackRock Cayman West Bay % % % Finco Limited BlackRock Cayman West Bay IV % % % Limited BlackRock Group Limited % % % BlackRock Luxembourg Holdco % % % S.a.r.l. BlackRock (Luxembourg) S.A. % % % - % % % BlackRock, Inc. % % % BlackRock Holdco 2, Inc. % % % BlackRock Financial % % % Management, Inc. BlackRock International % % % Holdings, Inc. BR Jersey International % % % Holdings L.P. BlackRock Holdco 3, LLC % % % BlackRock Cayman 1 LP % % % BlackRock Cayman West Bay % % % Finco Limited BlackRock Cayman West Bay IV % % % Limited BlackRock Group Limited % % % BlackRock International % % % Limited BlackRock Life Limited % % % - % % % BlackRock, Inc. % % % BlackRock Holdco 2, Inc. % % % BlackRock Financial % % % Management, Inc. BlackRock International % % % Holdings, Inc. BR Jersey International % % % Holdings L.P. BlackRock Holdco 3, LLC % % % BlackRock Cayman 1 LP % % % BlackRock Cayman West Bay % % % Finco Limited BlackRock Cayman West Bay IV % % % Limited BlackRock Group Limited % % % BlackRock Finance Europe % % % Limited BlackRock Investment % % % Management (UK) Limited - % % % BlackRock, Inc. % % % BlackRock Holdco 2, Inc. % % % BlackRock Financial % % % Management, Inc. BlackRock International % % % Holdings, Inc. BR Jersey International % % % Holdings L.P. 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BlackRock International % % % Holdings, Inc. BR Jersey International % % % Holdings L.P. BlackRock Holdco 3, LLC % % % BlackRock Cayman 1 LP % % % BlackRock Cayman West Bay % % % Finco Limited BlackRock Cayman West Bay IV % % % Limited BlackRock Group Limited % % % BlackRock Finance Europe % % % Limited BlackRock Investment % % % Management (UK) Limited BlackRock Asset Management % % % Deutschland AG iShares (DE) I % % % Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen - % % % 9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG) Datum der Hauptversammlung: Gesamtstimmrechtsanteile (6.) nach der Hauptversammlung: Anteil Stimmrechte Anteil Instrumente Summe Anteile % % % 10. Sonstige Informationen: Datum 24.02.2020 --------------------------------------------------------------------------- 27.02.2020 Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap.de --------------------------------------------------------------------------- Sprache: Deutsch Unternehmen: LEG Immobilien AG Hans-Böckler-Straße 38 40476 Düsseldorf Deutschland Internet: www.leg.ag Ende der Mitteilung DGAP News-Service --------------------------------------------------------------------------- 984003 27.02.2020 °
Heute 27.02.2020 12:12:13 Quelle: dpa
VIRUS/ROUNDUP/Gestörte Lieferketten, gesenkte Prognosen: Corona trifft Firmen
BERLIN (dpa-AFX) - Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zwingt Unternehmen weltweit zum Handeln. Teils wirkt sich die Epidemie schon jetzt auf Geschäfte aus. Eine Übersicht aktueller Branchennachrichten rund um die Ansteckungswelle - Stand 27. Februar: LAGE IN CHINA: Deutsche und andere europäische Unternehmen in der Volksrepublik bekommen die Folgen der Coronavirus-Epidemie zu spüren. "Die Auswirkungen sind insgesamt schlimm", erklärte die deutsche und die europäische Handelskammer in China nach einer Umfrage unter ihren Mitgliedsfirmen. Fast 90 Prozent berichteten von "mittelschweren bis starken Auswirkungen" durch die Lungenkrankheit. Wegen der Krise erwarte fast jedes zweite Unternehmen einen zweistelligen prozentualen Einbruch der Einnahmen in der ersten Hälfte des Jahres - ein Viertel rechne sogar mit mehr als 20 Prozent Rückgang. Ein gutes Drittel hat demnach schon Probleme mit seinen Finanzströmen. AUTOINDUSTRIE: Das neuartige Coronavirus macht sich für die Autobauer in China bemerkbar. "Wir sehen erste negative Auswirkungen im Markt aufgrund von Covid-19", sagte Hildegard Müller, die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), am Donnerstag. In China sei der Markt im Januar verglichen mit dem Vorjahresmonat um 20 Prozent geschrumpft. Das liege aber auch daran, dass es wegen des Neujahrsfestes weniger Verkaufstage gab. Für dieses Jahr war der Verband von einem Minus von zwei Prozent ausgegangen. Nun werde wegen des Virus ein Szenario mit Minus sieben Prozent durchgerechnet. KONJUNKTURSORGEN IN DER INDUSTRIE: Die deutsche Industrie sieht das Coronavirus als "Stresstest" für die Wirtschaft und fürchtet Folgen für die Konjunktur. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) forderte die Bundesregierung zu einem koordinierten wirtschaftspolitischen Vorgehen auf. "Neben dem Gesundheitsschutz muss die Politik ab sofort auch das wirtschaftliche Krisenmanagement in den Fokus nehmen", sagte Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. Einige Lieferketten mit starkem China-Fokus würden den Stresstest derzeit nicht bestehen. Die mehr als 5000 deutschen Firmen in China seien in Beschaffung, Produktion und Absatz stark eingeschränkt. TOURISMUS: Die deutsche Reisebranche stellt sich angesichts des Coronavirus auf ein schwieriges Jahr ein. Zwar seien die Bundesbürger in Urlaubslaune. "Aber wir stellen eine zunehmende Verunsicherung bei Kunden fest", sagte Norbert Fiebig, Präsident des Branchenverbandes DRV. Gerade bei Trips nach Asien gebe es eine Buchungszurückhaltung. Die Branche hofft, dass die Reservierungen später mit einem starken Last-Minute-Geschäft nachgeholt werden. "Je länger die Krise anhält, desto stärker wird die Reisebranche aber betroffen sein", sagte Fiebig. Bislang lief das Geschäft nur zögerlich an. Continental: Der Autozulieferer Continental erhöht seine Vorsichtsmaßnahmen und schränkt Geschäftsreisen von und nach China sowie Südkorea und in Teile Italiens ein. Außerdem verstärkt der Dax-Konzern den Gesundheitsschutz für die Belegschaft: Man unterstütze die einzelnen Standorte "mit der Lieferung von geeigneter persönlicher Schutzausrüstung". Ein weiterer Schwerpunkt sei es, die Lieferfähigkeit des Unternehmens aufrechtzuerhalten. Conti hat Fabriken und Niederlassungen auf allen Kontinenten und betreibt auch in der Nähe des Infektionsherds in Norditalien Standorte. FLUGHAFEN FRANKFURT: Nach der Lufthansa geht auch der Frankfurter Flughafen wegen der Corona-Krise auf Sparkurs. Das Fracht- und Passagieraufkommen im China-Verkehr ist eingebrochen, sodass der Betreiber Fraport zu viel Personal an Bord hat. Konkret sollen Neueinstellungen nur noch in Ausnahmen möglich sein. Dem Personal werden unbezahlter Urlaub und reduzierte Arbeitszeiten nahe gebracht. Dauer und der Umfang der Flugstreichungen wegen des Coronavirus ließen sich derzeit nicht verlässlich prognostizieren, so Fraport. GENFER UHRENMESSE: Die Schweizer Stiftung für Uhrmacherkunst hat die Genfer Uhrenmesse "Watches and Wonders" (geplant 25. bis 29. April) wegen der Coronaviruskrise abgesagt. Der nächste geplante Termin ist somit erst im Frühjahr 2021. Die abgesagte Veranstaltung wäre die erste unter dem neuen Namen gewesen. Damit wollte die Stiftung ihrem traditionellen Uhrensalon SIHH neuen Schwung geben. Im vergangenen Jahr waren mehr als 23 000 Besucher dafür nach Genf gekommen. Microsoft: Der Computer-Riese hat wegen des neuartigen Coronavirus das Umsatzziel für seine PC-Sparte gestrichen. Wegen Belastungen der Lieferkette dürfte die Prognose im laufenden Geschäftsquartal nicht erreicht werden, warnte Microsoft. Die PC-Sparte von Microsoft umfasst etwa Windows-Betriebssysteme und Hardware-Produkte wie Surface-Laptops und -Tablets sowie die Spielekonsole Xbox. Das Unternehmen betonte, die Windows-Nachfrage sei weiter hoch. Standard Chartered: Die britische Bank muss wegen des Coronavirus ihr Renditeziel verschieben. Zusammen mit anderen Problemen wie den niedrigen Zinsen, den Protesten in Hongkong und einer weltweiten Konjunkturschwäche werden die Virusfolgen dazu führen, dass die Gewinne mittelfristig weniger stark wachsen, so die Bank, die den Großteil ihres Geschäfts in Asien macht. Standard Chartered geht aber davon aus, dass die Effekte des Virus vorübergehend sind. AB Inbev: Der weltgrößte Bierbrauer rechnet wegen des Coronavirus mit einem Gewinneinbruch. Der operative Gewinn (Ebitda) in den ersten drei Monaten werde um rund zehn Prozent sinken, so der Brauer von Marken wie Beck's, Budweiser, Corona und Stella Artois. Allein in den ersten beiden Monaten drückten die Folgen des neuartigen Virus demnach das Ergebnis um 170 Millionen Dollar. Qiagen: Die rasche Ausbreitung der Lungenkrankheit lässt die Börsen abstürzen. Die Biotech-Firma Qiagen gehört aber zu den wenigen Profiteuren. Der Diagnostikspezialist beginnt mit der Auslieferung von Testkits für das Coronavirus. Am Aktienmarkt ließ das Qiagen-Papiere am Donnerstag kräftig steigen. EBM-PAST: Die Hersteller vom Ventilatoren und Motoren mit Sitz im baden-württembergischen Mulfingen hat seine China-Taskforce um Italien und Südkorea erweitert. Sie analysiert die Lage etwa bei den Lieferketten. Aktuell sei die Belieferung mit kritischen Teilen für die Produktionen der nächsten vier Wochen gesichert. Dienstreisen in die vom Coronavirus betroffenen Regionen wurden untersagt. EBM-PAST bezieht aus Südkorea vor allem Elektronikbauteile, aus Italien mechanische Zukaufteile und aus China etwa Magnete./als/DP/jha